Editionen, die Sie vielleicht verpasst haben

 
Annette Messager
Annette Messager liebt es, uns zu verwirren: »Seit einigen Jahren gibt es mehrere Annettes : Annette, die Sammlerin, Annette, die praktische Frau, Annette die Trickserin.“ Was wir sicher über sie wissen: Sie wurde 1943 in Berck, Frankreich geboren, studierte 1962–1966 in Paris, und wurde trotz Studienabbruch eine der erfolgreichsten und provokantesten Künstlerinnen Europas: Zweimal eingeladen zur documenta, dreimal zur Biennale Venedig, wo sie 2005 den Goldenen Löwen erhielt, unzählige Retrospektiven, Einzelausstellungen und Preise. Das Label einer feministischen Künstlerin weist sie stets zurück, liebt es aber mit Klischees des Weiblichen zu spielen und respektlos die starken, starren Geschlechterrollen anzugreifen. Ihr Materialmix aus Kuscheltieren und Plastikgenitalien ist legendär – bei uns zeigt sie in einer Serie von schwarz-weiß Unikaten, dass sie auch mit wenigen Mitteln zu beeindrucken weiß.
Annette Messager, Les Tortures Volontaires III + IV (1972)
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Lois Weinberger
Als Visionär, Poet und Philosoph wurde der österreichische Konzeptkünstler Lois Weinberger (1947-2020) bezeichnet. Oder auch als Feldarbeiter. In diese Rolle passt sein Beitrag bei seiner zweiten Documenta-Teilnahme im Jahr 2017, mit dem er weltweit bekannt wurde: Weinberger riss eine Furche in die Karlsaue in Kassel, um sie sich selbst zu überlassen. Dass Guerillagärtner*innen dort ein Blumenmeer säten, störte ihn keineswegs. Als die documenta-Leitung das Stück roden lassen wollte, weil es nicht seinem Werk entspräche, widersprach Weinberger vehement: "Doch, das entspricht jetzt meinem Werk!"
Lois Weinberger, Ackerröte
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George Byrne
Der Schatten eines Schwimmreifens, Palmen vor wolkenlosem Himmel, menschenleere Gebäudefassaden, bizarre Details - der australische Fotograf George Byrne schaut hin, wo scheinbar nichts passiert. Doch die Straßen- und Landschaftsfotografie des Vierzigjährigen Australiers strahlt! Sie ist Lebensgefühl pur. Ein Roadmovie durch bezaubernde Farben, schillerndes Licht und ungewöhnliche Bildkompositionen.

Für sein letztes Projekt „Local Devision“ fuhr Byrne Tag um Tag, Stunde um Stunde in einem ehemaligen Polizeiauto durch die Vororte seiner Wahlheimat Los Angeles. „Local Devision“ so hieß auch seine erste große Einzelausstellung, als er zurück nach Australien kam, bei dem Galeristen Tim Olsen 2016 in Sydney. Ein Senkrechtstart ‒ mit ihr wurde Byrne einem größeren Kunstpublikum bekannt. Byrne, der an der Sydney University und am Sydney College for the Arts studierte, ist zudem Sänger und Songwriter. Angesichts seiner Bilder ist es wahrlich nicht schwer, einen Song vom ewigen Sommer im Ohr zu haben.
George Byrne, Cadillac, Venice Blvd
Paula Rego
Paula Rego (geboren 1935 in Lissabon, gestorben 2022 in London) war die Grande Dame einer kompromisslosen Vision, eine wahrhaft zärtliche Erzählerin für unsere komplexe Zeit der psychischen und physischen Ängste und eine unvergleichliche Geschichtenerzählerin, die als feministische Ikone gefeiert wird. In ihrem bahnbrechenden Werk setzte sie sich mit Macht- und Kontrollsystemen, Faschismus, Frauenrechten, Abtreibung und menschlichen Tragödien auseinander, machte die Unterrepräsentierten sichtbar, kämpfte gegen politische Ungerechtigkeiten und definierte gleichzeitig malerische Traditionen neu. Die Themen Gewalt, Armut, politische Tyrannei, Geschlechterdiskriminierung und Trauer standen im Mittelpunkt ihres anspruchsvollen Werks.
Paula Rego, Refugees II
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Sigmar Polke
Kunst? Auch nur eine Ware unter vielen! Versinnbildlicht hat Sigmar Polke seine kritische Distanz gegenüber der eigenen Zunft einmal mehr in seiner signierten Edition „Kunstwerk der Woche“ aus dem Jahr 2002. Der Titel spiegelt den für ihn typischen lakonischen Witz. Polke hat ihn einem Zeitungsausschnitt entnommen, der die Skulptur eines Speerwerfers zeigt, ein klassisches Motiv aus der Kunst der Antike. Die lässig hingeworfene Nachzeichnung daneben lässt verschiedene Interpretationen zu: die Abgrenzung vom althergebrachten Kunstverständnis, die eigene Involviertheit in die Kunstgeschichte sowie die Chuzpe, mit der Polke sich ihrer bedient. Schnipsel aus einem Werbeheftchen für Goldschmuck machen die Collage und Polkes Kunstmarktkritik perfekt. Das Schöne: Der ideele Wert eines Kunstwerks liegt immer noch im Auge derjenigen, die es betrachten – manchmal tatsächlich gleichbedeutend mit denen, die es besitzen.
Sigmar Polke, Kunstwerk der Woche
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Sara Bonache
Das Werk der Malerin Sara Bonache ist die künstlerische Repräsentation von Weiblichkeit, Wachstum und Wärme per se. Ihre sinnliche Malerei spielt mit der Verbindung von botanischen Anmutungen und Imaginationen weiblicher Anatomien, ohne dass sie dabei zu konkret wird. Auch die Unikat-Pastellarbeit "Luminiscence" lässt viel Raum für Fantasie, und es fällt nicht schwer, sich bei ihrem Anblick fortzuträumen zu prickelnd-aufregenden Sommernächten in den Gärten Barcelonas, der Stadt, in der die Künstlerin lebt und arbeitet.
Sara Bonache, Luminescence
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Stefan Marx
Schon als Teenager träumte Stefan Marx davon, die visuelle Ästhetik seiner Lieblingskultur mitzugestalten. Der Künstler und Designer, der tief in der Skateboarder-Szene verwurzelt ist, gründete mit 16 Jahren sein eigenes T-Shirt-Label und veröffentlichte Zines in kleiner Auflage. Heute ist seine kreative Handschrift gefragt – Plattenfirmen, Verlage und Galerien reißen sich um seine Arbeiten. In Hamburg studierte er Typografie, doch am liebsten bezeichnet er sich selbst als Zeichner. „Ich habe nie bewusst entschieden, Künstler zu werden“, sagt er. Die Möglichkeit, sich jederzeit aus der Kunstwelt zurückzuziehen, ist ihm wichtig. Der Reiz seiner Werke liegt in ihrer Auseinandersetzung mit dem Alltäglichen.
Stefan Marx, Our Future
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Katja Lang
Dunkelzart strecken sich die blätterlosen Äste in die Höhe. Doch der Titel der 2023 entstandenen Kaltnadelradierung von Katja Lang lenkt unseren Blick auf die „Baumschatten“. Irritierend rund, fast ballonartig, rückt die Künstlerin sie ins Zentrum des Bildes. Sie strukturieren die weite, winterlich anmutende Landschaft, auf die wir herunterblicken. Darin die schwarze Silhouette eines einzelnen Menschen. Katja Lang nutzt Figuren als Maßstabgeber – und als Identifikationsangebote: Welche mögliche Geschichte tut sich hier auf? Die sparsam bevölkerten, Stille verheißenden Räume werden so zugleich zum Resonanzboden für eigene Stimmungen und Erzählungen. Langs Werke schaffen Platz für Gedanken, wie ein tatsächlicher Spaziergang raus in die Landschaft fernab der Stadt.
Katja Lang, Baumschatten I
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Markus Lüpertz
Die Mythologie ist für Markus Lüpertz ein wichtiger Themenkanon. Der sagenumwobene Minotaurus taucht sowohl in seinen Malereien, Skulpturen als auch in seinen Druckgrafiken wiederholt auf. In den schwarz-weißen Lithografien „Ohne Titel (Minotaurus)“ aus dem Jahr 2022 wird das Mischwesen aus Mensch und Stier zum Akt. Selbstbewusst die Körperhaltung, siegesgewiss der Blick, drohend die erhobene Hand. Aus der Gier des Minos nach dem Königsthron und dem sexuellen Verlangen seiner verwunschenen Gattin Pasiphae ist Minotaurus entstanden. Macht und Lust, beides spiegelt sich in den Posen des Fabelwesens bei Lüpertz. In den griechischen Mythen um Minos sind diese Treiber der Ausgangspunkt für den Weg ins Unglück. Ihre Anziehungskraft hebelt Moral und Vernunft aus. Wie also ließen sie sich zähmen?
Markus Lüpertz, Ohne Titel Minotaurus I
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Miriam Vlaming
In der Lithografie „The Voyage“ werden wir Zeuge einer Reise zweier Personen in einem Kanu, während die üppig wuchernde Landschaft mehr als die Hälfte des Bildes einnimmt. So versetzt uns Vlaming in eine atmosphärisch dichte, fast mystische Landschaft, deren Farbkomposition Erinnerungen oder Traumsequenzen heraufbeschwört.
Miriam Vlaming, The Voyage
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Taichi Nakamura
Hierzulande ein Geheimtipp, verfügt der 1982 in Kanagawa/Japan geborene Taichi Nakamura in seiner Heimat längst über eine etablierte Fangemeinde. Bereits als Kind sorgte Nakamura für Aufsehen, als er im Kimono-Geschäft seiner Eltern erste Zeichnungen anfertigte – und prompt die Kundschaft in Begeisterung versetzte. So war es nur folgerichtig, dass der junge Künstler 2008 seinen Malerei-Abschluss am College of Art and Design, Tokyo Zokei Art University, machte.
Taichi Nakamura, You're Lonely as Always
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Thomas Struth
Straßenfluchten, Familienporträts, Technik-, Dschungel-, Museumsbilder – Thomas Struths fotografische Sicht ist eine sehr persönliche Dokumentation der Welt von heute. Seine meist großformatigen Farbfotografien wirken auf den ersten Blick vertraut, auf den zweiten jedoch fremd. Nach längerer Betrachtung ermöglichen seine Bilderserien und Einzelwerke immer einen Zugewinn an Wissen. Das präzise Sehen, das den Dingen auf den Grund geht, zeichnet seine Fotografie aus. Es macht ihn zu einem der bedeutendsten Fotografen unserer Zeit.
Thomas Struth, Synchrotron Radiation Lab, PTB,  Berlin 2012
Norbert Bisky
„Wir stürzen, taumeln, fliegen, surfen, rauschen durch Räume und Zeiten und haben dabei nur wenig Kontrolle über Tempo und Richtung.“ So beschreibt der Maler Norbert Bisky das Lebensgefühl unserer Gegenwart. Die Motive des Schwebenden, Fallenden oder Fliegenden durchziehen sein Werk. Sie entspringen nicht zuletzt Biskys intensiver Beschäftigung mit der barocken Malerei, ihren Figurendarstellungen in Deckengemälden und Kirchengewölben. Er sieht sich, uns und alles um uns herum in permanenter Bewegung und Veränderung – und das spiegelt sich auch in seinen vierfarbigen Lithografien. „Natürlich hat das bedrohliche Seiten, aber der Abenteurer in meinem Kopf findet’s herrlich und voller Wunder“, sagt Bisky. Der „Moonshot“ als nahezu unmögliche, da allzu visionäre Idee, „Sirius“ als hellster Stern am Nachthimmel und der „Zeitsprung“ als Zustandsbeschreibung für unser heutiges Dasein vermitteln diese aufregend-ambivalente Gefühlswelt aufs Unmittelbarste.
Norbert Bisky, Moonshot
Vergriffen
George Byrne
Der Schatten eines Schwimmreifens, Palmen vor wolkenlosem Himmel, menschenleere Gebäudefassaden, bizarre Details - der australische Fotograf George Byrne schaut hin, wo scheinbar nichts passiert. Doch die Straßen- und Landschaftsfotografie des Vierzigjährigen Australiers strahlt! Sie ist Lebensgefühl pur. Ein Roadmovie durch bezaubernde Farben, schillerndes Licht und ungewöhnliche Bildkompositionen.

Für sein letztes Projekt „Local Devision“ fuhr Byrne Tag um Tag, Stunde um Stunde in einem ehemaligen Polizeiauto durch die Vororte seiner Wahlheimat Los Angeles. „Local Devision“ so hieß auch seine erste große Einzelausstellung, als er zurück nach Australien kam, bei dem Galeristen Tim Olsen 2016 in Sydney. Ein Senkrechtstart ‒ mit ihr wurde Byrne einem größeren Kunstpublikum bekannt. Byrne, der an der Sydney University und am Sydney College for the Arts studierte, ist zudem Sänger und Songwriter. Angesichts seiner Bilder ist es wahrlich nicht schwer, einen Song vom ewigen Sommer im Ohr zu haben.
George Byrne, Desert Pit Stop
George Byrne
Der Schatten eines Schwimmreifens, Palmen vor wolkenlosem Himmel, menschenleere Gebäudefassaden, bizarre Details - der australische Fotograf George Byrne schaut hin, wo scheinbar nichts passiert. Doch die Straßen- und Landschaftsfotografie des Vierzigjährigen Australiers strahlt! Sie ist Lebensgefühl pur. Ein Roadmovie durch bezaubernde Farben, schillerndes Licht und ungewöhnliche Bildkompositionen.

Für sein letztes Projekt „Local Devision“ fuhr Byrne Tag um Tag, Stunde um Stunde in einem ehemaligen Polizeiauto durch die Vororte seiner Wahlheimat Los Angeles. „Local Devision“ so hieß auch seine erste große Einzelausstellung, als er zurück nach Australien kam, bei dem Galeristen Tim Olsen 2016 in Sydney. Ein Senkrechtstart ‒ mit ihr wurde Byrne einem größeren Kunstpublikum bekannt. Byrne, der an der Sydney University und am Sydney College for the Arts studierte, ist zudem Sänger und Songwriter. Angesichts seiner Bilder ist es wahrlich nicht schwer, einen Song vom ewigen Sommer im Ohr zu haben.
George Byrne, Santa Clarita #2
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Wolfgang Wesener
Wolfgang Wesener alias wowe war 24 Jahre alt, Student an der Essener Folkwangschule und seit zwei Monaten in New York, als er vor seinem Idol Andy Warhol stand: auf der Geburtstagsparty von Keith Haring in der Paradise Garage, einem Schwulenclub mit dem besten Soundsystem der Stadt. 1984 war das. Dort fotografierte er Warhol zum ersten Mal. Am selben Abend, viel später, meinte eine befreundete Journalistin zu ihm: „Mach mal nen Foto von dem, der stirbt bald.“ Gemeint war Jean-Michel Basquiat, sie sollte also recht behalten. Auf den Luftballons im Bildhintergrund sind Keith-Haring-Figuren zu sehen. Er traf die beiden Künstler fortan häufig im Nachtleben.
Das Doppelporträt von Warhol und Basquiat entstand dann auf einer Party für Mitarbeitende des Area in einer kleinen Bar. Das Area war in den 80ern der angesagteste Club New Yorks, und wowe arbeitete hier recht bald als Hausfotograf. „May I take your picture?“ Er nutzte den Satz stets, um in Kontakt mit den sonst vor allem Paparazzi gewöhnte Stars zu kommen. Ein Türöffner, der zudem Augenkontakt ermöglichte. „Meistens habe ich dann auch nur einmal abgedrückt, wie in diesem Fall, da gibt es nur ein einziges Foto von.“
Mit seinen Schwarz-Weiß-Schnappschüssen – aufgenommen mit einer Leica und Stabblitz aufgrund der Dunkelheit in den Clubs – katapultiert er uns mitten hinein ins Geschehen in New York, damals der prägendste Ort für die zeitgenössische Kunst überhaupt. In der Unmittelbarkeit liegt ihre große Qualität. So schenkt er uns wertvolle Einblicke in eine sagenumwobene Zeit.
Wolfgang Wesener, Warhol / Basquiat, NYC Sept. 1986
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Edward Quinn
Edward Quinn (*1920 † 1997) startete als Pressefotograf für internationale Magazine wie Life und Paris Match an der Côte d'Azur. Im Verlauf seiner Freundschaft zu Picasso entstanden mehr als 12.000 Aufnahmen des Künstlers. Ab den 1960er-Jahren konzentrierte Quinn seine Arbeit ganz auf die Kunstszene. Er porträtierte unter anderem Max Ernst, Alexander Calder, Francis Bacon, Salvador Dalí oder David Hockney – und immer wieder auch Georg Baselitz.
Edward Quinn, Pablo Picasso with a wicker mask originally intended for bullfighters' training. La Californie, Cannes 1959
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Olga Moș
Die gebürtige Rumänin Olga Moș überschritt mit vier Jahren selbst eine klare Grenze und kam nach Deutschland. Von 2011–2017 studierte sie Kunstpädagogik mit Schwerpunkt Malerei an der Universität Augsburg. Nachdem sie sich dort vorwiegend mit Landschaftsmalerei beschäftigt hatte, widmete sie sich der abstrakten Auseinandersetzung mit Farbe und Raum und fand erst im Masterstudium bei Jorinde Voigt an der HFBK – Hamburg in konzeptueller Malerei den Weg zurück in die Landschaft. </p>
<p>Ihr Medium ist die Farbe, der sie alle ästhetischen Prinzipien unterzuordnen scheint. Trägt Olga Moș die Farben in einigen Werken eher pastos auf, so sind sie bei unseren Unikaten stark verdünnt eingesetzt, sodass ihre Bilder, geradezu frei und beschwingt erscheinen. Gleichzeitig fokussiert und verschwenderisch fließen bei ihr die Linien und Flächen über den Bildrand hinaus, schaffen dabei eine Bewegung, die das Bild verlässt und in die Wirklichkeit des Betrachters einströmt.
Olga Moș, Weiter im Feld
Bestellbar
Robert Rauschenberg
Schon in den 50er Jahren wurde Robert Rauschenberg als Provokateur missverstanden, der Weggeworfenes zu Kunst erklärte. Dabei ging es ihm von jeher vor allem um den genauen, neuen Blick – auch mithilfe der Fotografie. Als er 1982 nach China reiste, näherte er sich über Hunderte von Aufnahmen dem Alltag des Landes, seiner Tradition, Ästhetik, Politik und Religion. Rauschenberg fotografierte Schaufenster, Straßenszenen, Wandgemälde, Denkmäler und Märkte. Die „Studies for Chinese Summerhall“ vereinte er zu seinem ersten und zugleich einzigen Projekt mit chromogenen Drucken, einer Serie von 28 Fotografien, die er als C-Print-Farbfotografien veröffentlichte. Kenner*innen von Rauschenbergs Werk ist die gut 30 m lange „Chinese Summerhall“ ein Begriff. Bevor die Negative zu diesem ikonischen Foto collagiert wurden, beschloss er, noch zwei Folgen ausgewählter Einzelfotos zusammenzustellen. Drei Motive daraus können wir Ihnen heute präsentieren: es sind die letzten Exemplare dieses fantastischen Oeuvres, die seit 40 Jahren (!) in den Schubladen der Printwerkstatt lagerten.
Robert Rauschenberg, Studies for Chinese Summerhall (Large) Blue Lady
Auf Anfrage
Robert Rauschenberg
Robert Rauschenberg (1925‒2008) arbeitete zeit seines Lebens mit einem breiten Spektrum an Themen, Materialien und Techniken und gilt als Vorreiter praktisch aller Nachkriegs-Kunstbewegungen seit dem Abstrakten Expressionismus. So wurde er etwa zusammen mit Andy Warhol und Jasper Johns auch als Vater der Pop-Art gefeiert. Er selbst jedoch blieb stets unabhängig von einer bestimmten Gruppe oder Zuschreibung. Als er Anfang der 1950er Jahre begann, Kunst zu machen, stellte seine Überzeugung, dass „Malerei sowohl etwas mit Kunst als auch mit dem Leben zu tun hat“, eine Herausforderung für die vorherrschende abstrakte Ästhetik dar. Das Nebeneinander von Medien und heterogenen Materialien wurde ein Merkmal seines Schaffens, das auch die Bereiche Performance, Theater, Tanz und Bühnenbild einschließt. Heute finden sich Rauschenbergs Werke in allen wichtigen Sammlungen weltweit, seine ikonischen Bildfindungen sind Teil unseres kollektiven visuellen Gedächtnisses.
Robert Rauschenberg, Studies for Chinese Summerhall (Large): Dog and Wires
Auf Anfrage
Georg Karl Pfahler
„Farbe schafft Raum, Farbe ist Form und Raum“, hat Georg Karl Pfahler gesagt. Seine Werke feiern die Farbe als Hauptmotiv, die er auf ihre Wirkung hin immer wieder neu untersuchte. So lassen sich in seinen handsignierten vierfarbigen Serigrafien aus dem Jahr 1975 die Nervosität von Orange oder die Tiefe dunklen Blaus erforschen. Die Farben behaupten sich, auch gegeneinander. Der weiße Hintergrund verstärkt das Für-sich-Stehen der einzelnen Formen zusätzlich. Sie wirken plastisch in den Raum hinein, bewegen sich auf uns Betrachter*innen zu. Dass Pfahler auch dreidimensional im Raum arbeitete, scheint auf diese Weise von seinen flächigen Arbeiten ablesbar zu sein. Pfahler setzte in seinen Werken auf Reduktion, und doch erreichen die Arbeiten ungeachtet der minimalistischen Mittel eine ungeheure Komplexität.
Georg Karl Pfahler, Ohne Titel (WVZ Grün / Grün)
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Kiki Smith
In den ersten Jahrzehnten ihres künstlerischen Schaffens konzentrierte sich die Wahl-New-Yorkerin Kiki Smith (*1954) vor allem auf den menschlichen Körper im Kontext politischer und sozialer Fragen in Hinsicht auf Aids, Gender, Feminismus. Schonungslos stülpte sie das Innere nach außen, nahm in ihren Arbeiten Bezug auf Körpersäfte, Verdauungsorgane und Exkremente, um sich der Conditio humana auf ihre Weise anzunähern. Erst später begannen Tiere ihr Werk zu dominieren, darunter Wölfe, Katzen, Rehe, Schlangen oder Adler. Vögel haben für die Künstlerin einen besonderen Stellenwert. Sie träume viel von ihnen, beobachte die Veränderung ihrer Lebensbedingungen, ihr Verschwinden, sagt Smith.
Kiki Smith, Sooner
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Jurgen Ostarhild
Die 90er Jahre, dieses feier- und tanzwütige, hedonistische Dezennium am Ende des 20. Jahrhunderts ‒ einer, der zu seinem Soundtrack gehört, ist unbedingt Moby. Ihn traf der deutsche Konzeptkünstler Jurgen Ostarhild zum Shooting im Londoner South Kensington 1991, also genau zur richtigen Zeit. Ostarhild fotografierte damals für das in Bezug auf Bildsprache und Typografie richtungsweisende britische Lifestyle-Magazin „i-D“. Er nutzte den Schnappschuss als ernst zu nehmendes Mittel der Fotografie und schuf schonungslose, teils extrem hell ausgeleuchtete Porträts von großer Nähe und Intensität. Die Musiker Jamiroquai und Air, die Modedesigner John Galliano und Nicolas Ghesquière oder das Supermodel Kate Moss, damals zarte 18 Jahre alt, sie alle ließen sich von Ostarhild ablichten. Entstanden sind stilbildende Porträts, die den Geist der 90er Jahre authentisch und ungefiltert in die Gegenwart transportieren.
Jurgen Ostarhild, KATE MOSS, bw, Camber Sands, 1992, bw
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Sarah Morris
Kunst gewordene Mathematik? Geometrische Schönheit? Sarah Morris‘ Tafelbilder und raumbezogenen Wandmalereien bewegen sich im Grenzbereich zwischen der Tradition moderner geometrisch-abstrakter Kunst und zeitgenössischem Design.
Die heute hier vorgestellte limitierte Edition, ein aufwändig hergestellter 11-farbiger Siebdruck - ist nüchtern geometrisch aufgebaut – und fasziniert zugleich durch die leuchtenden Farben. Aus den vielen Schichten glänzender Farben und Haushaltslacke entstehen bei genauerer Betrachtung reliefartige Strukturen, visuelle Rhythmen. Das Werk mit dem Titel „(Sony) /Los Angeles“ spielt mit seiner komplexen Geometrie und der leuchtenden Farbgebung auf das Bild einer pulsierenden Metropole an, zugleich garantiert die kompositorische Klarheit ein Gefühl von Kontrolle.
Sarah Morris, Sony (Los Angeles)
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Lothar Quinte
Bei seiner steten Suche nach einem Ausdruck für die Tiefen und Untiefen des Seins kam Lothar Quinte (geb. 1923 im oberschlesischen Neisse, heute Nysa; gest. 2000 in Wintzenbach im Elsass) ganz ohne Figuren aus. Zeit seines Lebens verzichtete er auf jede Form von Gegenständlichkeit. In seiner frühen Schaffensphase dominierte die gestische Malerei – Quinte wollte seinem Lehrer HAP Grieshaber etwas entgegensetzen. Er pflegte enge Kontakte zu Informel-Künstlern wie Pierre Soulages, Hans Hartung oder Wols und wurde selbst einer der Protagonisten dieser abstrakten Richtung der Malerei, wie er sich auch der Bewegung simulierenden Op-Art zugehörig fühlte. „Was ich male, bin ich“, sagte der documenta-Künstler einmal. Weil er jedoch jedwede figurative Festlegung vermied, werden seine Werke gleichzeitig zum Spiegel für den*die Betrachter*in.
Lothar Quinte, Quasar (schwarze Variante)
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Lawrence Weiner
Die Idee für ein Kunstwerk ist bereits das Kunstwerk selbst ‒ Lawrence Weiner (1942-2021) hat den Kunstbegriff radikalisiert. In den sechziger Jahren, einer der bedeutendsten Dekaden der Gegenwartskunst, leistete er Pionierarbeit: Er machte Sprache zum Medium der bildenden Kunst. Mit seinen Textbotschaften demokratisierte er die Kunst. Der Künstler als Autor mit Deutungshoheit rückte in die Ferne, der Betrachter geriet ins Zentrum. Wie selten zuvor lag es an ihm, ein Werk gedanklich zu vollenden. 1968 bekräftigte Weiner in drei kurzen Leitsätzen, dass ein Kunstwerk keine physische Gestalt mehr annehmen muss: „1. Der Künstler kann die Arbeit herstellen. 2. Die Arbeit kann angefertigt werden. 3. Die Arbeit muss nicht ausgeführt werden.“
Lawrence Weiner, here & there some swimming in a vast whirlpool
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Beatriz Milhazes
„Color is life and nature. It is pure sensibility, poetry, imagination, abstraction, and joy“, sagt die brasilianische Malerin Beatriz Milhazes. All das spiegelt sich auch wider in ihrer farbenfrohen Lithografie „Pink Sunshine“. Die Vorlage für das von sanften Pastelltönen dominierte Werk ist zur Verhüllung des Brandschutzvorhangs in der Wiener Staatsoper entstanden – ursprünglich 176 Quadratmeter groß und ausgewählt von einem renommierten Juroren-Trio im Rahmen des Kunstprojekts „museum in progress“. Organische treffen bei Milhazes auf geometrische Formen. Tiefe entsteht durch Überlappung und durch die Spiritualität, die sie beispielsweise in den Ornamenten brasilianischer Indigener entdeckt. Kreise und andere Bildelemente verweisen immer wieder zurück auf die Natur – wie in „Pink Sunshine“ auf die Sonne und den Sand, Blumen und Blätter, den Himmel und das Meer mit seinen Wellen, mal still, mal aufgewühlt, wie das Leben selbst.
Beatriz Milhazes, Pink Sunshine
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Carrie Mae Weems
„Mary, I see you as an extraordinarily beautiful woman who needs to be defined, described, articulated in an authentic way that celebrates the complexity and depths of your beauty and your internal self.“ Mary ist die R'n'B-Sängerin Mary J. Blige, und wer sie hier anspricht, ist Carrie Mae Weems. Die afro-amerikanische Künstlerin hat sich schon früh ein Ziel gesetzt: Schwarze Frauen jenseits existierender Stereotype zu zeigen. „MJB-Reflection“ heißt die Foto-Edition, die nicht nur auf die Initialen, sondern auch auf die komplexe Welt der Selbst- und Fremdwahrnehmung verweist: Mary J. Blige, posierend in einem Balmain-Kleid, selbstbewusster Blick, mehrperspektivisch gespiegelt bis ins Unendliche – und so komplex und tief wie fast nur Weems das kann.
Carrie Mae Weems, MJB-Reflection
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Rose Wylie
Die Arbeiten der britischen Künstlerin wirken unmittelbar, ihre Lebendigkeit springt uns an. In ihrer Lithografieserie „Things around the House“ von 2016 zeigt sich dieses Spielerische, auch in Abgrenzung zum Zögerlichen, zum Konzeptuellen. Ganz unterschiedlich gestimmte Frauen, Insekten, teils flatternd, ein krabbelndes Spinnentier, eine Doppeltür mit Fenstern, geschlossen – Wylie konzentriert sich auf die Essenz von Dingen und Menschen, auf das, was ihr mehr oder weniger zufällig begegnet, wie es sich ihr zeigt. Zwei ihrer Fundgruben sind ihr Haus und ihre Umgebung in Kent. 1934 dort geboren, ist sie bis heute der Grafschaft treu geblieben. Sie begann früh zu malen, setzte lange aus, um ihre Kinder großzuziehen, begann erneut. Und nun hat sie Erfolg, großen, sehr späten Erfolg. Wylie scheint das nicht zu kümmern: „Suddenly, it all came together“, meint sie, „but the work is no different, and I’m no different.“
Rose Wylie, Things around the house V
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Robert Indiana
Er war einer der Hauptvertreter der amerikanischen Pop-Art. Robert Indiana wurde 1928 unter dem bürgerlichen Namen Robert Clark in New Castle, Indiana, geboren. Bekannt wurde er durch seine Textbilder. Sein Buchstabenwerk „LOVE“ (1966) hat ihn weltweit berühmt gemacht. Angeregt wurde die Idee zu „LOVE“ vom New Yorker Museum of Modern Art, das Indiana im Jahr 1965 darum bat, eine Weihnachtsgrußkarte zu gestalten. Erst später entstanden seine LOVE-Walls und LOVE-Skulpturen. Die schablonenhafte Schrift, adaptiert von der kommerziellen Schildermalerei, wurde zum Leitmotiv all seiner „Sign-Paintings“. Sie sind auch gestaltgebend in der vorliegenden Edition, bestehend aus dem Motiv „No. 9 Decade: Autoportrait“.
Robert Indiana, No. 9 Decade: Autoportrait
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Marcel van Eeden
Der niederländische Künstler Marcel van Eeden ist fasziniert vom Tod ‒ genauer gesagt von der Frage, warum der Mensch so viel Angst vor ihm hat. Er selbst hat ein Konzept gefunden, um dem Tod ein Schnippchen zu schlagen: Van Eedens Arbeiten basieren ausnahmslos auf Bildmaterialien aus Zeiten vor seiner Geburt am 22. November 1965. Denn vielleicht lässt sich die Angst ja durch eine unerschöpfliche Vergangenheit besiegen. Der Zeichner beschreibt seinen künstlerischen Weg als permanente Auseinandersetzung mit der eigenen Nicht-Existenz, als eine Übung für das, was nach dem Tod kommen mag.
Marcel van Eeden, Short Stories, Carte Blanche-Versteigerung Dr. P. Müller
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George Braque
Georges Braque, 1882 in Argenteuil geboren, zählt neben Pablo Picasso zu den Begründern des Kubismus.Diese Farblithografie hat Braque 1959 geschaffen; der Vogel bzw. die Taube gilt als Zeichen des Weltfriedens.
George Braque, Soleil et lune II
Gerd Arntz
Ein Laib Brot, ein offen stehender Tresor, eine geballte Faust oder ein Maiskolben ‒ das sind nur vier Beispiele für die insgesamt gut 4.000 extrem reduziert gezeichneten Symbole, die der Künstler und Grafiker Gerd Arntz (1900‒1988), teils in Zusammenarbeit mit dem Soziologen und Philosophen Otto Neurath, ab Mitte der 1920er Jahre entwickelte. Diese Piktogramme sollten komplexe Sachverhalte allgemein verständlich machen, auch bzw. gerade für diejenigen, die des Lesens und Schreibens unkundig waren. Arntz’ Entwürfe sind bis zum heutigen Tag eine wichtige Quelle und Inspiration für Designer, Bildstatistiker und Grafiker weltweit.
Gerd Arntz, Bespiegelungen II
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Augustin Tschinkel
Augustin Tschinkel (1905‒1983) studierte an der Akademie der Künste in Prag und schloss sich in den 1920er Jahren der „Gruppe progressiver Künstler“ rund um Gerd Arntz und August Sander an. Gemeinsames Ziel dieses politisch aktiven Verbunds war es, die Menschen in den sozialen Strukturen ihrer Zeit im Bild zu dokumentieren. Tschinkels Arbeit „Personnages“ ist ein prägnantes Beispiel dafür. Mithilfe nur weniger Linien entwirft er eine dichte Komposition aus sieben Figuren, hinter denen zwei rauchende Schlote aufragen ‒ ein eindringliches Zeugnis der politisch wie wirtschaftlich in Gärung begriffenen 1930er Jahre!
Augustin Tschinkel, Personnage
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Jörg Immendorff
Jörg Immendorff, 2007 im Alter von nur 61 Jahren der Nervenkrankheit ALS erlegen, gehört zweifellos zu den international bekanntesten und bedeutendsten deutschen Künstlern der Nachkriegszeit. Durch seine Studienzeit bei Joseph Beuys in Düsseldorf geprägt, hat er sich seit den späten 1960er Jahren mit dem politischen Zeitgeschehen auseinandergesetzt und mit seiner Malerei auf tagespolitische Ereignisse reagiert. Mitte der 1980er Jahre entstand der berühmte 16-teilige Zyklus „Café Deutschland“, in dem er wie auf einer düsteren Bühne seine Protagonisten von Erich Honecker bis Bertholt Brecht, von uniformierten Polizisten bis zu Punks detailreich in Szene setzte und so die Teilung Deutschlands kommentierte.
Immendorff wurde als Visionär der deutschen Einheit und Chronist dieses Landes gefeiert. Auf die Etikettierung als politischer Künstler reagierte er einmal lakonisch: „Die Themen sind mir immer zugeflogen.“ Anlässlich seines 60. Geburtstages 2005, zwei Jahre vor seinem Tod, würdigte ihn die Neue Nationalgalerie in Berlin mit einer großen Werkschau unter dem von einem Clint-Eastwood-Western inspirierten Titel „Jörg Immendorff. Male Lago – Unsichtbarer Beitrag“.
Jörg Immendorff, Bourse
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Günther Uecker
Das Buch Hiob aus dem Alten Testament gehört zur Weltliteratur. Kaum einem anderen Künstler ist eine so eindringliche Auseinandersetzung mit diesem Stoff, in dem es um die Frage nach der Sinnhaftigkeit des Leidens im Glauben geht, gelungen wie Günther Uecker. Seine künstlerische Interpretation des alttestamentlichen Textes gilt als eine seiner wichtigsten Mappenarbeiten überhaupt. Sie umfasst 47 Grafiken, von der jede aus einem umklappbaren Doppelbogen mit Motiv und entsprechendem Text besteht. Ein Exemplar dieser beeindruckenden „Hiob“-Mappe befindet sich in der Kunstsammlung der BRD und wird im Berliner Reichstag präsentiert.
Günther Uecker, Hiob Seite 25
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Juergen Teller
Juergen Teller gehört international zu den gefragtesten Fotografen der Gegenwart. Seine Fotografien aus den Bereichen Mode, Musik und VIP´s sind Kult, seine Porträts Kunst.
Der Starfotograf wurde 1964 in Erlangen geboren, ab 1986 lebt Teller in London. 1991 wurde er bekannt als seine Bilder der Band Nirvana veröffentlicht wurden. Zu seinen bekanntesten Fotos zählt Tellers Inszenierung von Victoria Beckham aus dem Jahr 2009: Aus einer überdimensionalen Marc-Jacobs-Einkaufstüte ragen Beckhams Beine heraus, als säße sie auf dem Stuhl eines Gynäkologen. Juergen Tellers Fotografien brechen mit Sehgewohnheiten, die Übertreibung in seinen Inszenierungen kennt keine Grenzen. Oft fotografiert Teller in Serien. Auch Alltagsszenen und Landschaftsaufnahmen zählen dazu. Seit 2016 tourt Tellers Werkschau „Enjoy Your Life“ durch Museen in Deutschland und der Schweiz.
Juergen Teller, Swimming, Glemmingebro, Sweden
Vergriffen