Editionen, die Sie vielleicht verpasst haben

 
Gunilla Jähnichen
Gunilla Jähnichen (*1972 in Stade) wird von vier Galerien vertreten. Doch obwohl prominente Kunstexperten wie Julia Stoschek, Thomas Rusche oder Kasper König zu ihren Sammlern gehören, gilt sie noch immer als Geheimtipp. Jähnichen ist kein Mensch der lauten Töne. Sie lässt lieber ihre Bilder sprechen. Dass sie streng konzeptuell vorgeht, zeigt sich erst auf den zweiten Blick. Für ihre Arbeit schöpft sie aus zwei gleichermaßen gültigen Figurenwelten: Die eine umfasst das Personal für ihre Gemälde, die andere ist ihren Zeichnungen vorbehalten. Während ihre Malerei rund zwanzig Charaktere aufweist, sind die Zeichnungen auf sieben Grundcharaktere beschränkt. In oft comichafter Reduktion reichen wenige Striche und Farben aus, um ihre Figuren zum Leben zu erwecken.
Die Frage nach dem Inhalt der Arbeit bleibt dabei jedoch unbeantwortet. „Wenn das so einfach wäre“, sagt die Künstlerin nachdenklich. „Ich benutze meine Figuren wie ein Musiker sein Instrument. Bei mir kommen eben Bilder heraus.“
Gunilla Jähnichen, Im Sturm
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Thomas Scheibitz
In Malerei, Skulpturen, Fotos und Collagen zeigt Scheibitz ineinandergreifende Formen, die man von irgendwoher zu kennen glaubt und die doch ungewohnt erscheinen. In seiner markanten Bilderwelt wird das vermeintlich Vertraute aus Alltagswelt, Geometrie, Popkultur und Kunstgeschichte so weit aus dem Zusammenhang gelöst, dass es in seiner neuen, abstrakten Erscheinungsform nachhallt wie ein Echo: Das Original ist nicht mehr identifizierbar und doch zum Greifen nah. Werke von Scheibitz sind heute international in Museen u. a. in London und Luxemburg sowie in der Sammlung Boros in Berlin vertreten.
Thomas Scheibitz, Untitled II (from the portfolio T.O.A.H)
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Barbara Breitenfellner
Die Werke von Barbara Breitenfellner werfen mehr Fragen auf, als dass sie Antworten geben. Das haben sie mit Träumen gemein, welche die 1969 in Kufstein geborene Wahlberlinerin als Ausgangspunkt nimmt für ihre Wandarbeiten und raumgreifenden Installationen. Ausschnitte aus Modemagazinen, Landschaften und grafische Details überlappen sich in ihrer aus Collage, Siebdruck und Gouache bestehenden Papierarbeiten. Breitenfellner kombiniert intuitiv, den uns umgebenden medialen Bildersturm hält sie für ähnlich bewusstseinsprägend wie Erlebtes. Deshalb sind die von ihr geschaffenen, so verlockenden wie gleichermaßen beunruhigenden Welten nicht nur Abbilder individueller Lebenseindrücke, sondern immer auch solche des kollektiven Gedächtnisses und somit eine Zustandsbeschreibung unserer Gesellschaft.
Barbara Breitenfellner, WVZ 33
Vergriffen
Barbara Breitenfellner
Was sagt uns der Blick der geheimnisvollen Nackten hinter der löchrig-schwarzen Oberfläche? Wovon erzählt die schaurig-schöne Szenerie rund um die Frau im schwarzen Kleid? Wer oder was wird da ausgeixt? Wer flüchtet sich von Ast zu Ast vor den zwei jungen Schönen auf dem Feld? Und wer observiert hier wen, die Blonde die zwei Gestalten im Schatten oder umgekehrt? Die Werke von Barbara Breitenfellner werfen mehr Fragen auf, als dass sie Antworten geben. Das haben sie mit Träumen gemein, welche die 1969 in Kufstein geborene Wahlberlinerin als Ausgangspunkt nimmt für ihre Wandarbeiten und raumgreifenden Installationen. Ausschnitte aus Modemagazinen, Landschaften und grafische Details überlappen sich in ihrer aus Collage, Siebdruck und Gouache bestehenden Papierarbeiten. Breitenfellner kombiniert intuitiv, den uns umgebenden medialen Bildersturm hält sie für ähnlich bewusstseinsprägend wie Erlebtes. Deshalb sind die von ihr geschaffenen, so verlockenden wie gleichermaßen beunruhigenden Welten nicht nur Abbilder individueller Lebenseindrücke, sondern immer auch solche des kollektiven Gedächtnisses und somit eine Zustandsbeschreibung unserer Gesellschaft.
Barbara Breitenfellner, WVZ 195
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Lothar Wolleh
Geboren wurde Lothar Wolleh 1930 in Berlin, wo er zunächst an der Kunsthochschule Weißensee studierte. 1950 wurde er wegen angeblicher Spionage von der sowjetischen Besatzungsmacht verhaftet. Sechs Jahre verbrachte er im Arbeitslager Workuta in der UdSSR – eine Erfahrung, die ihn nachhaltig prägte. Nach seiner Freilassung absolvierte er eine klassische Fotografenausbildung im Lette-Verein in Berlin, die er später an der Folkwangschule für Gestaltung in Essen bei Otto Steinert fortsetzte. Von 1962 bis zu seinem Tod 1979 lebte Wolleh in Düsseldorf. Dort machte er sich zunächst einen Namen als Werbefotograf. Zeitgleich widmete er sich jedoch der Kunst und wurde so zum Chronisten der Düsseldorfer Kunstszene der 1960er und 1970er Jahre, insbesondere der Gruppe ZERO.
Lothar Wolleh, Joseph Beuys II, aus der Serie „Lothar Wolleh und Joseph Beuys 1971“
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Lothar Wolleh
Es greift zu kurz, Lothar Wolleh einfach nur als Fotografen zu bezeichnen. Er war ein leidenschaftlicher Freund und Förderer der Kunst, zugleich war er selbst ein Künstler ‒ ein Künstler, der andere Künstler fotografierte, einer, der mit technischer Präzision sein Medium, die Fotografie, herausforderte und innovative Projekte in Form von Künstlerporträts, Künstlerbüchern oder thematischen Fotomappen anschob. Neben Joseph Beuys lichtete Wolleh unter anderem Lucio Fontana, René Magritte, Otto Piene, Man Ray und Günther Uecker sowie deren Werke ab, oftmals aus eigener Initiative. Entstanden sind Arbeiten, die von großer Sensibilität und einem feinen Gespür für Bildkompositionen zeugen.
Lothar Wolleh, Joseph Beuys III, aus der Serie „Lothar Wolleh und Joseph Beuys 1971“
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Lothar Wolleh
Joseph Beuys und Lothar Wolleh lernten sich Mitte der 1960er Jahre in Düsseldorf kennen. 1971 begleitete Wolleh den Künstler und dessen Frau Eva nach Stockholm, wo das Moderna Museet die erste große Einzelausstellung mit Werken von Beuys außerhalb Deutschlands zeigte, ein bedeutender Moment in seiner Karriere. Über 800 Aufnahmen entstanden in Stockholm – unter anderem die drei Fotografien, die nun als limitierte Foto-Editionen exklusiv bei artflash erscheinen.
Sie zeigen Beuys beim Denken und Konzipieren, umgeben von seinen Werken, im Gespräch. Die Fotografien bieten nicht nur einen Einblick in sein Schaffen und seinen Kunstbegriff, sie fangen auch die Persönlichkeit dieses Ausnahmekünstlers ein und zeugen nicht zuletzt von der besonderen Arbeitsbeziehung zwischen Fotograf und Porträtiertem.
Anders als der Großteil der in Stockholm entstandenen Aufnahmen hält die Fotografie „Joseph Beuys I“ den Künstler nicht in Aktion fest. Stattdessen steht er hier aufrecht, unbewegt in der Bildmitte zwischen zwei seiner Installationen, mit dem für ihn so charakteristischen Filzhut und in pelzbesetztem Mantel. Das Porträt erlangte zu Recht ikonischen Status und befindet sich u.a. in der Sammlung der Tate Modern London.
Lothar Wolleh, Joseph Beuys I, aus der Serie „Lothar Wolleh und Joseph Beuys 1971“
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K. H. Hödicke
Eine „feine Ironie“ und „Skepsis gegenüber der Rolle des Künstlers“ hat man dem Maler K. H. Hödicke attestiert. Auch die signierte großformatige Lithografie „Nichts auf der Pfanne“ von 2001 ‒ zwei leere Pfannen und ein Wasserkocher, mit wenigen lässig-perfekten Strichen skizziert ‒ reflektiert das: Die schon im Titel anklingende Doppeldeutigkeit macht in Bezug sowohl auf das schwierige Künstlerdasein Sinn (Hödicke arbeitete nach seinem Studium zunächst nicht nur an seinen Leinwänden, sondern auch bei der Post) als auch auf den mit Geld gesättigten Kunstmarkt, der als vermeintliches Qualitätskriterium vor allem die Verkaufszahlen eines Künstlers im Visier hat.
K. H. Hödicke, Nichts auf der Pfanne
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Grace Weaver
Fraglos ein Kind ihrer Zeit ist die New Yorker Künstlerin Grace Weaver – und eine Chronistin ihrer Generation. In leuchtend bunten Gemälden und Zeichnungen, die in ihrem Studio in Brooklyn entstehen, hält Weaver die Lebensrealitäten und fragilen Gefühlswelten eines urbanen Milieus fest, zu dem sie selbst zählt. 1989 in Vermont geboren, absolvierte sie ihren Bachelor an der Universität in Burlington, einschließlich eines Auslandsaufenthalts an der Newcastle University. Für ihren Master wechselte sie an die Virginia Commonwealth University in Richmond, um danach sogleich durchzustarten. Schon 2015, im Jahr ihres Abschlusses, zeigte die Berliner Galerie Soy Capitán und die New Yorker Galerie Thierry Goldberg Einzelausstellungen von ihr. Soy Capitán vertritt sie seitdem. In New York ist Weaver außerdem im Programm der Galerie James Cohan.
Grace Weaver, Ohne Titel #3
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Günter Fruhtrunk
Der Münchener Günter Fruhtrunk, geboren 1923, gestorben 1982, war Maler und Grafiker. Er ist ein wichtiger Vertreter der Nachkriegskunst im Bereich der konstruktiven Malerei. Sein Thema galt der Abstraktion. 1951 machte Fruhtrunk eine Reise nach Paris und arbeitete im Atelier von Fernand Léger. Im Jahr 1955 arbeitete er im Atelier von Hans Arp. Fruhtrunk nahm an der 4. Documenta in Kassel und an der 34. Biennale in Venedig teil. Von 1967 bis zu seinem Tod war er Professor an der Akademie der Bildenden Künste München. Sein bekanntestes Werk: Das 1970 gestaltete Design auf der Plastik-Tüte des Supermarkt-Discounters Aldi-Nord, vermutlich gibt es keine weitere Edition weltweit, die so häufig so günstig verkauft wurde. Erst im letzten Jahr wurde die Produktion der Fruhtrunk-Plastik-Tüte eingestellt.
Günter Fruhtrunk, Blaue Partikel
Vergriffen
William Kentridge
„Why Should I Hesitate“ („Warum sollte ich zögern“) – so lautet der erste Teil des Titels der aktuellen Ausstellung in den Hamburger Deichtorhallen, die William Kentridge in Zusammenarbeit mit dem Zeitz Museum of Contemporary Art Africa (Zeitz MOCAA) konzipiert hat. Der südafrikanische Künstler zitiert hier die Bemerkung eines jungen afrikanischen Soldaten, der im Ersten Weltkrieg einberufen wurde, um am Krieg in Europa teilzunehmen. Was geht ihn das an? Kentridge stellt sich selbst diese Frage in Bezug auf sein eigenes Zögern, sich als weißes Kind für die Belange der Schwarzen einzusetzen. Er schloss sich allerdings bereits in jungen Jahren der Anti-Apartheid-Bewegung an, und die Auseinandersetzung mit Rassismus und Kolonialismus ist tief verwoben in sein Werk. „Putting Drawings to Work“, so lautet der Untertitel der Hamburger Schau, was einmal mehr verdeutlicht: Von der Zeichnung geht bei Kentridge alles aus.
William Kentridge, Why Should I Hesitate / Putting Drawings to Work
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David Shrigley
David Shrigley ist ein Meister der grafischen Symbole. Mit seiner Arbeit „Fire Hydrant“ (2014) widmet er sich dem Thema Brandschutz. Vor rotem Hintergrund erscheint in Weiß die Silhouette eines Feuerlöschers. Das Brandschutzschild wurde von Shrigley jedoch verfremdet: Ihm fehlen das Hinweisschild in Rot auf der Flasche und die auflodernden Flammen daneben. Das Symbol des Feuerlöschers wird damit seiner Funktion enthoben. Was bleibt, ist ein Icon aus einer Flaschenform in kontrastreichem Weiß vor Rot.
David Shrigley, Feuerlöscher
Auf Anfrage
Eberhard Havekost
Die Kunst von Eberhard Havekost fordert uns als Betrachter heraus. Der Dresdner Künstler malt zwar nach Vorlagen – Fotografien, Zeitschriften und Zeitungen, Schnappschüsse, Videos – und teilweise erkennen wir in seinen Ölgemälden auch noch die vorgefundenen Motive, aber auf die Sprünge hilft er uns nicht. Er bildet ab und verfremdet zugleich, macht deutlich, dass Wahrheit eine Sache der Perspektive ist, und wirft dadurch Fragen nach dem eigenen Blickwinkel auf.
Seine Edition „Au“ zeigt uns ein Segelflugzeug beim Windenstart. Gleichzeitig machen die Farbbalken klar, dass Havekost die Vorlage verändert hat. Und der Bildausschnitt lässt einiges offen: Ist das ein Original oder ein Modell? Ist das ein echter Himmel? „Benutzeroberflächen“ nennt Havekost seine Bilder, und da er nicht definiert, was darunter liegt, macht er uns ein wunderbares Kommunikationsangebot an uns selbst!
Eberhard Havekost, AU
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Tony Clough
Shepard Fairey, Kenny Scharf, Space Invader, Cleon Peterson und Friedrich Kunath – das sind nur einige der namhaften Künstler*innen, mit denen Tony Clough in seiner auf Serigrafien spezialisierten Druckwerkstatt „Serio Press“ in Pasadena schon zusammengearbeitet hat. Die Arbeiten sind im Wortsinn handgemacht, die Farben von Hand gemischt und jeweils einzeln gedruckt. Fairey war es auch, der Clough sein Atelier zur Verfügung stellte, bevor dieser – nach einem Grafikdesign-Studium und mehreren Jahren im renommierten Studio „Modern Multiple“ 2013 in die Selbstständigkeit gestartet – seine ersten eigenen Studioräume in Los Angeles eröffnete.
Tony Clough, Mojave Desert In 26 Horizontal Colors
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Verena Löwensberg
Der signierte Siebdruck „Composition“ von Verena Loewensberg (1912‒1986) aus dem Jahr 1966 zeigt dreierlei: die Konsequenz, mit der die Schweizer Künstlerin konkrete – das heißt zunächst ungegenständliche, programmatisch festgelegte und mathematisch begründete – Kunst schuf, die Poesie, die ihren Arbeiten innewohnt, und ihr Gespür für den Einsatz von Farbigkeit der daraus hervorgehenden psychisch-energetischen Kraft. Loewensbergs Werke basieren auf einfachen geometrischen Formen, die vor unseren Augen geradezu zu tanzen beginnen. Ihnen liegen für uns unsichtbare Muster zugrunde, die immer wieder neuen Gesetzen gehorchen. „Ich habe keine Theorie, ich bin darauf angewiesen, dass mir etwas einfällt“, sagte Loewensberg einmal – der eigene Anspruch an ihr künstlerisches Schaffen war hoch.
Verena Löwensberg, Composition
Auf Anfrage
Jamel Shabazz
Die Karriere von Jamel Shabazz (*1960) als Fotograf begann in den 1980er Jahren, als Jean-Michel Basquiat und Keith Haring die Kunstszene von New York beherrschten. Shabbazz, der in Brooklyn geboren wurde und dort auch aufwuchs, fotografierte in seiner New Yorker Nachbarschaft das alltägliche Leben. Seine Aufnahmen halten förmlich inne, erhaschen die kleinen Momente inmitten der unaufhörlichen Menschenströme auf den Straßen und in der Metro der Megacity.
Jamel Shabazz, Street Photographers of Times Square
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Arthur Elgort
I love...“ ist der Titel dieser großartigen Collector´s Edition, eine über 200 Seiten starke Liebeserklärung des US-amerikanischen Modefotografen Arthur Elgorts an die Frau – an ihre Schönheit, Weiblichkeit, Ausstrahlung und Stärke! Zu der Publikation gehört die auf 30 Stück limitierte Foto-Edition von Elgort, die das Supermodel Gia Ciangari in einem ungewöhnlichen Moment portraitiert: barbusig und mit Lockenwicklern in den Haaren. Entstanden ist das Foto 1980 auf Fire Island. Die damals 20-jährige Gia war zu der Zeit auf dem Höhepunkt ihrer Karriere, im selben Jahr zierte sie das Cover der amerikanischen Vogue.
Elgort gewährt uns mit dem Foto einen sehr intimen Einblick in das Leben eines Supermodels, das 1986 tragisch endete. Gia Ciangari starb 1986 an einer Überdosis Heroin.
Arthur Elgort, I love ... 'Gia Carangi', Fire Island, 1980
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Ralf Peters
Die „Tankstelle Süd“ (2005) sieht nicht aus wie eine dokumentarische Fotografie. Sie sieht aus wie gemalt. Ist dies das Foto einer echten Tankstelle? Oder gehört das Gebäude zu einem Puppenhausensemble in einem Kinderzimmer? Die Tankstelle ist bunt, keine Frage, doch es herrscht Finsternis rundherum. Zu dunkel für kindliche Träume! Der Fotograf Ralf Peters hat diese Tankstelle irgendwo an einer Autobahnausfahrt, in einem Gewerbegebiet oder sonst wo fotografiert. Durch digitale Bearbeitung hat er ihr jedoch die Wirtschaftskraft genommen. Statt Emotionen Menschenleere. Daten und Zeichen fehlen. Jeglicher Hinweis auf einen der großen Ölkonzerne ist eliminiert. Wir sehen eine Fiktion. Legt man den Wahrheitsgehalt als Maßstab an, um das Medium der Fotografie zu charakterisieren, ist diese Aufnahme das Gegenteil einer Fotografie. Auch wenn sie keine Malerei mit Farbe und Pinsel ist, ist sie vielleicht die Zukunft der Malerei, erzeugt durch digitale Gestaltungsmittel. Peters hat sich in seiner künstlerischen Arbeit bereits 1998 den Tankstellen gewidmet ‒ diesem seit der Pop-Art wichtigen urbanen Bildmotiv.
Ralf Peters, Tankstelle Süd
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Daniel Richter
Daniel Richter, Jahrgang 1962, ist bekannt geworden durch seine Bilder in psychedelisch glühenden Farben, die meist einzelne Figuren oder Figurengruppen in apokalyptisch anmutenden Szenerien darstellen. Richter schaffe Bilder zur Weltgeschichte, in denen sich ein vieldeutiges Drama abspiele, er avanciere damit zum „modernen Historienmaler“, so die einhellige Meinung der Kunstwelt. Dass seine Arbeiten vielschichtig sind, teils verträumt, teils surreal, teils vollkommen abstrakt, beweist gerade eine große Schau im Wiener 21er Haus. Arbeiten von Richter befinden sich u. a. in der Sammlung des Museum of Modern Art in New York, im Centre Pompidou in Paris und in der Sammlung Boros in Berlin.
Daniel Richter, Ohne Titel
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