John Baldessari

Picture in a Frame

, 2012
  • Material
    Archival Inkjet Print auf Canson BFK Rives
  • Auflage
    75
  • Maße
    51 x 43 cm
    Auflage 75+25 AP’S+5 SP’S+1 PP
    Rückseitiges Signier-Label und datiert
    inkl. Ausstellungskatalog zum Kaiserring der Stadt Goslar 2012, Distanz-Verlag
  • Details zum Rahmen
    Handgefertigter Eichen-Holzrahmen, mit 10mm Distanzleiste, das Werk ist hochgestellt montiert, Außenmaße des Rahmens ca. 56,5 x 48,2 cm. Inkl. Museumsglas und rückseitiger Aufhängung, luftdicht verschlossen.
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Über die Edition

In der Edition „Picture in a Frame“ hat John Baldessari gleich zwei Zitate versteckt. Er bezieht sich mit dem Werk auf den gleichnamigen Song des US-amerikanischen Singer-Songwriters Tom Waits und liefert damit quasi den Soundtrack zur Betrachtung des Werks. Der Titel hält erst einmal nüchtern fest, was wir vor uns haben: ein Bild in einem Rahmen. „I love you baby and I always will / Ever since I put your picture in a frame“, heißt es dagegen hochromantisch bei Waits. Verpackt Baldessari hier also eine Liebeserklärung an die Malerei? Der Künstler zeigt uns ein – gespiegeltes – Detail aus Gustave Courbets Gemälde „L’Hallali du cerf“, in dem der französische Maler 1867 auf großer Leinwand den Tod eines Rothirschs während einer Parforcejagd festhielt. Vielleicht lässt sich Baldessaris zeitgenössische Antwort darauf als Reset-Taste interpretieren, das vermeintlich überkommene Genre ausgerechnet anhand von zum Klischee geronnenen Hirsch- und Jagddarstellungen noch einmal neu und vorurteilsfrei zu betrachten. „On one hand I think the older an image is, the more it is exhausted of meaning – where it is a cliché. It’s dead“, sagte Baldessari einmal im Hinblick auf seine „Double Play“-Serie, in der er Bilder aus dem kunsthistorischen Kanon aufgriff und sich zu eigen machte. „I like the idea of playing Dr. Frankenstein and reinvesting the dead, a metaphor, with life again. Because clichés are true – they just have lost their meaning. And I can pump another kind of meaning back into it, but you are still aware of the source and where I’m directing the traffic.“ Und wie er das kann!

Über den Künstler

„Pure Beauty“ ‒ diese zwei Wörter ließ John Baldessari 1967 auf eine Leinwand malen und behauptete damit einfach die Schönheit, die dem „Pure Beauty“ ‒ diese zwei Wörter ließ John Baldessari (1931‒2020) im Jahr 1967 auf eine Leinwand malen und behauptete damit einfach die Schönheit, die dem Kunstwerk von jeher abverlangt wird. Und „Pure Beauty“ hieß auch seine große Retrospektive, die 2009 in der Londoner Tate Modern startete und in der Folge im Museu d’Art Contemporani de Barcelona, dem Los Angeles County Museum of Art und dem New Yorker MoMA gezeigt wurde. Dass Baldessari in den 60er Jahren Text als Malerei verkaufte, ist nur einer seiner Schachzüge, die ihn zu einem der bis heute einflussreichsten zeitgenössischen Künstler*innen machten. „It was the world that we all saw, but no one thought it was art material, till John got his hand on it“, so beschreibt David Salle die Entdeckungen seines Künstlerkollegen. Damit hat es Baldessari nicht zuletzt in die American Academy of Arts, zum Kaiserring in Goslar und zum Goldenen Löwen für sein Lebenswerk in Venedig gebracht.

Ausstellungen (Auswahl)

In seinen „Städel Paintings“, ausgestellt 2015/16 im Städel Museum in Frankfurt/Main, schuf John Baldessari auf der Grundlage von Details aus Kunstwerken der Museumssammlung neue Malereien. 2015 zeigte Marian Goodman Gallery Werke des Künstlers in London und Paris sowie auf der Art Basel. Baldessari war ebenso vertreten in der Schau „Selbstjustiz durch Fehleinkäufe − Neuerwerbungen der Sammlung Falckenberg 2011‒2014“ in den Deichtorhallen in Hamburg. Die „Double Play“-Serie wurde 2012 in der Marian Goodman Gallery in London präsentiert. Eine ausführliche Ausstellungsvita ist auf Baldessaris Künstler-Webseite zu finden: http://www.baldessari.org/.

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