Eberhard Havekost

AU

, 2008
  • Material
    Ditone Print auf Baryta Papier
  • Herstellungsmethode
    rückseitig signiert, datiert, nummeriert
  • Auflage
    33
  • Maße
    31,5 x 60 cm
  • Details zum Rahmen
    Handgefertigter Rahmen aus Lindenholz. Außenmaße ca. 77,8 x 49,1 cm. Inkl. Rückseitiger Aufhängung, staubdicht verschlossen.
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Die Kunst von Eberhard Havekost fordert uns als Betrachter heraus. Der Dresdner Künstler malt zwar nach Vorlagen – Fotografien, Zeitschriften und Zeitungen, Schnappschüsse, Videos – und teilweise erkennen wir in seinen Ölgemälden auch noch die vorgefundenen Motive, aber auf die Sprünge hilft er uns nicht. Er bildet ab und verfremdet zugleich, macht deutlich, dass Wahrheit eine Sache der Perspektive ist, und wirft dadurch Fragen nach dem eigenen Blickwinkel auf. Seine Edition „Au“ zeigt uns ein Segelflugzeug beim Windenstart. Gleichzeitig machen die Farbbalken klar, dass Havekost die Vorlage verändert hat. Und der Bildausschnitt lässt einiges offen: Ist das ein Original oder ein Modell? Ist das ein echter Himmel? „Benutzeroberflächen“ nennt Havekost seine Bilder, und da er nicht definiert, was darunter liegt, macht er uns ein wunderbares Kommunikationsangebot an uns selbst!
Trau' keiner Fotografie! „Malerei ist eine Lüge, die näher an der Wahrheit ist als Fotografie“, so formuliert es Eberhard Havekost. Und stiftet uns mit seinen Bildern an, unsere Wahrnehmung zu hinterfragen. Der in den 90ern neben Neo Rauch und Thomas Scheibitz zum neuen Superstar der ostdeutschen Malereiszene auserkorene Dresdner Havekost verfremdet beispielsweise Sonnenuntergänge so, dass die Apokalypse bei der Sehnsucht Pate steht, die den Menschen angesichts dieses Naturschauspiels befällt. „The End“ hat der Malereiprofessor der Düsseldorfer Kunstakademie diese Serie genannt. Havekost glaubt nicht an ein bezifferbares Wesen der Dinge, er glaubt an die Widersprüche – und Möglichkeiten. 2019 ist Havekost überraschend verstorben.
Havekosts Werke befinden sich in den Sammlungen des Museum of Modern Art in New York und des Denver Museum sowie in der Sammlung Marx, in der in Miami ansässigen Rubell Family Collection oder auch in der Sammlung Frieder Burda in Baden-Baden und der Londoner Tate Collection.

Ausstellungen (Auswahl)

2015, Hermann Glöckner, Eberhard Havekost, Olaf Holzapfel, Tilman Hornig, Manish Nai, Frank Nitsche, Joep van Liefland – Skulptur, Galerie Gebr. Lehmann, Berlin; Eberhard Havekost – Natur, Galerie Gebr. Lehmann, Dresden; Berlin Artists' Statement, BWA Contemporary Art Gallery, Katowice
2014, Architekt , Busdriver, Zwei Brücken - 20 Jahre Gesellschaft für moderne Kunst in Dresden, Lipsiusbau, Dresden; Room Service, Staatliche Kunsthalle Baden-Baden
2013, Titel, Museum Küppersmühle, Duisburg; Cosmos Now, White Cube, London; Land in Sicht!, Museum der Moderne Salzburg; Sachsen. Werke aus der Sammlung Deutsche Bank, Museum der bildenden Künste Leipzig
2012, Art and Press. Kunst. Wahrheit. Wirklichkeit, Martin-Gropius-Bau, Berlin, ZKM Karlsruhe; Eberhard Havekost. Die Sammlung MAP, Museum der Moderne, Salzburg; Menschenbilder, Museum Frieder Burda, Baden-Baden; Juwelen im Rheingold, Kunsthalle Düsseldorf; geteilt/ungeteilt. Kunst in Deutschland 1945 bis 2010, Galerie Neue Meister, Staatliche Kunstsammlungen Dresden; Sammlung Kunstmuseum Wolfsburg. Ausgewählte Werke von Carl Andre bis Sergej Jensen, Kunstmuseum Wolfsburg
2010, Retina, Schirn Kunsthalle, Frankfurt/Main; Ausstellung, Kunsthalle im Lipsiusbau, SKD, Dresden; Affirmation, Ausstellungsraum Céline u. Heiner Bastian, Berlin
2007, Paintings from the Rubell Family Collection, Tampa Museum of Art, Tampa; Painting now, Kunsthal Rotterdam, Rotterdam
2006, Harmony 2, Stedelijk Museum, Amsterdam
2004, Graphik 1999–2004, Kupferstich-Kabinett, Staatliche Kunstsammlungen Dresden
2003, Prague Biennale 1, National Gallery, Prag; Berlin-Moskau 1950–2000, Martin-Gropius-Bau, Berlin
2001, I Love NY, Anton Kern Gallery, New York
2000, Goldener – Der Springer – Das kalte Herz, White Cube, London
1999, Statements, Art Basel, Basel; Wege der Deutschen 1949–1999, Martin-Gropius-Bau, Berlin; In Augenhöhe, Neuer Berliner Kunstverein, Berlin
1997, Förderkoje, Art Cologne, Köln

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