Antoni Tàpies

Clau del Foc XVI

, 1973
  • Material
    Original-Farb-Lithografie auf Guarro
  • Herstellungsmethode
    Vom Künstler mit H.C. signiert und nummeriert
  • Auflage
    75
  • Maße
    45 x 62 cm
  • Details zum Rahmen
    Handgefertigter geölter Kirschbaum-Holzrahmen, inkl. 10mm Distanzleiste, Außenmaße ca. 67,6 x 50,6 cm. Inkl. rückseitiger Hängeleiste, staubdicht verschlossen.
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„Zeichnet man die Dinge nur andeutungsweise, so ist der Betrachter gezwungen, sie mit eigener Imagination zu ergänzen“, so der katalanische Künstler Antoni Tàpies. „Das zwingt zu einer Teilnahme des Betrachters, einer Beteiligung am kreativen Prozess.“ Auch in seiner handsignierten Original-Farblithografie aus der Serie „Clau del Foc“ aus dem Jahr 1973 fordert er uns gemäß seiner künstlerischen Leitlinie heraus. Von den Kritikern wurde Tàpies meist als abstrakter Künstler begriffen. Der Maler selbst hielt sich für einen Realisten: „Denn mein gesamtes Werk steht für den Versuch, die Wirklichkeit zu begreifen.“ In seinen Werken tauchen geometrische und mathematische Zeichen und vor allem Kreuze und Buchstaben auf. Das Kreuz als Teil seiner Signatur erklärte er später mit den vielen Gräbern nach dem spanischen Bürgerkrieg. Dass seine Kunst nicht einfach zu lesen war, lag auch in der Franco-Diktatur begründet, deren Kritiker er war. Viele Entschlüsselungshilfen gab Tàpies ohnehin nicht – jedes Material habe seine eigene Ausdrucksweise, davon war er überzeugt. Eine solche Analyse hätte zudem seiner intuitiven Art zu arbeiten nur im Wege gestanden.
Erde, Leim und Marmorstaub – der aus Barcelona stammende Maler Antoni Tàpies, der als Hauptvertreter des spanischen Informel gilt, arbeitete mit außergewöhnlichen Materialien und gab seinen Werken so eine reliefartige Struktur. Der Künstler trug dicke Farbpasten auf die Leinwand auf, ritzte geheimnisvolle Zeichen und Symbole hinein. So drang er in den Bereich des Mystischen, des Spirituellen vor. Wie die Surrealisten, die ihn anfangs beeinflussten, folgte Tàpies Prozessen des Unbewussten. Obwohl er als einer der größten Künstler unserer Zeit gefeiert wird, sah sich der 2012 mit 88 Jahren verstorbene Maler selbst als „einfacher Amateur“, bis zuletzt „auf der Suche nach dem perfekten Bild“.

Tàpies nahm an drei Venedig-Biennalen teil (1952, 1954, 1958), im Jahr 1993 bespielte er dann den spanischen Pavillon – und gewann dafür den Goldenen Löwen. 1959 vertrat er sein Land bei der documenta II in Kassel. Die erste Retrospektive in Deutschland, 1962 in der Kestner-Gesellschaft in Hannover eröffnet, war nur die erste in einer langen Reihe von Museumsausstellungen des Tàpies‘schen Œuvres, die Schauen u.a. im Guggenheim Museum in New York, im Kunsthaus Zürich und im Museo de Bellas Artes in Caracas umfasst.

Ausstellungen (Auswahl)

Übersicht über aktuelle und vergangene Ausstellungen von Antoni Tàpies auf kunstaspekte.de:
http://www.kunstaspekte.de/person/antoni-tapies

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