Louisa Clement

Ohne Titel

, 2019
  • Material
    Inkjet Print auf Hahnemühle
  • Auflage
    15
  • Maße
    42 x 23 cm
    rückseitig signiert und nummeriert
    Auflage 15 + 2 AP
  • Details zum Rahmen
    Handgefertigter gewachster Nussbaum-Holzrahmen, Außenmaße ca. 51,0 x 32,9 cm, inkl. Museumsglas und rückseitiger Aufhängung, staubdicht verschlossen
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Über die Edition

Wie schon in ihrer Werkserie „heads“ zeigt die Edition „o.T.“ aus dem Jahr 2019 eine von Louisa Clement durch Glas fotografierte Schaufensterpuppe – aufgenommen mit dem Smartphone mit geringer Tiefenschärfe. In dieser Arbeit konzentriert sich die Künstlerin jedoch auf die Gliedmaßen. Trotz der unverkennbaren Künstlichkeit des Körpers lässt sich der herabhängenden Hand eine gewisse Zärtlichkeit zuschreiben. Verstärkt durch die körnigen Oberflächen und die Lichtreflexe wirken die Puppenglieder hier fast sinnlich-körperlich, zudem nähert sich die Fotografie dadurch visuell der Malerei an. Wo endet die reale, wo beginnt die virtuelle Welt? Eine einfache Antwort auf diese Frage gibt es heute nicht mehr. Die künstlerischen Versuchsanordnungen von Clement spielen mit der künstlich hergestellten, vermeintlich idealen Oberfläche, die den Druck auf die so gar nicht makellosen Individuen erhöht. Gleichzeitig scheint auf, was den idealen Abziehbildern fehlt: Sie sind unheimlich perfekt, in aller Doppeldeutigkeit.

Über die Künstlerin

Das menschliche Ich im digitalen Zeitalter hinterfragt Louisa Clement in Fotografien, Videos, Wandarbeiten, Skulpturen und VR-Arbeiten. 55 Porträts von Schaufensterpuppen zeigte sie 2014 in ihrer Abschlussarbeit „heads“ als Meisterschülerin des Fotografen Andreas Gursky an der Kunstakademie Düsseldorf. Es sind Köpfe ohne Mund, Nase und Augen, gesichts- und geschlechtslos, „ein ideales Sinnbild für Normierung“, sagt die Künstlerin. In ihrem Werk „Repräsentantinnen“ hat Clement nun – in Zusammenarbeit mit einer auf Sexpuppen spezialisierten chinesischen Firma – mit künstlicher Intelligenz ausgestattete Doubles ihrer selbst geschaffen, die sich bewegen und kommunizieren können und die sie mit ausuferndem Wissen über sich selbst gefüttert hat. Wer bin ich, was repräsentiere ich, was unterscheidet mich von meinem Abbild, wer will ich sein? Clement reflektiert in ihren Werken auf eindrückliche Weise dringlich-zeitgemäße Fragen in Zeiten permanenter Selbstbespiegelung.

Ausstellungen (Auswahl)

Werke von Louisa Clement sind aktuell noch in der Jubiläumsausstellung „All the Lonely People“ von VATMH (Villa Aurora & Thomas Mann House) im silent green Kulturquartier in Berlin zu sehen – die Künstlerin war 2019 Stipendiatin der Villa Aurora in L.A. (bis 10.10.2021). In der Ausstellung „Double Bind“ in der Kunsthalle Gießen präsentierte Clement außerdem bis vor wenigen Tagen u.a. drei ihr selbst nachempfundene KI-Puppen. „Remote Control“ hieß dagegen ihre Ausstellung im Sprengel Museum Hannover im Jahr 2019, in der fast 100 ihrer Werke gezeigt wurden; die Schau war im Anschluss noch im Ludwig Forum für Internationale Kunst in Aachen zu sehen.

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