Jenny Holzer

Kaiserpfalz (Xenon Lichtprojektion 2002)

, 2002
  • Material
    Offsetdruck
  • Auflage
    50
  • Maße
    50 x 70 cm
    Auflage 50 e.a.
    Von der Künstlerin vorderseitig handsigniert und mit e.a. nummeriert
  • Details zum Rahmen
    Handgefertigter titan weiß gewachster Ahorn-Holzrahmen, Plakatrahmung mit Museumsglas, Außenmaße des Rahmens ca. 72,2 x 52,2 cm, inkl. rückseitiger Aufhängung.
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Über die Edition

Mit starken Xenon-Lampen warf Jenny Holzer 2002 Lichtprojektionen auf das Rathaus sowie das Areal Kaiserpfalz in Goslar – anlässlich ihrer Auszeichnung mit dem renommierten Kaiserring im gleichen Jahr. Die signierte Edition „Kaiserpfalz“ zeugt von diesem temporären Kunstwerk. Die Sätze „I FEEL YOU I ASK YOU I DON’T ASK I DON’T WAIT I WON’T ASK YOU I CAN’T TELL YOU I LIE” sind Fragmente aus einer frühen Textarbeit, in der sie physische sexuelle Erfahrungen erforschte. 1996 entstanden projizierte sie eine Neufassung dieser Worte bereits zwei Jahre später auf der Biennale di Firenze unter dem Titel „Arno“, bezogen auf den toskanischen Fluss, der durch Florenz fließt. Eine weitere Variation befindet sich im Guggenheim in Bilbao. Dass Intimität das Risiko der Verwundbarkeit immer in sich trägt, spiegelt sich in diesen Ich-Botschaften, die Jenny Holzer damals formulierte, und die sich seitdem durch ihr Werk ziehen.

Über die Künstlerin

„Mit den sogenannten „Truisms“ („Floskeln“, „Binsenwahrheiten“) begann die Karriere der 1950 in Ohio geborenen Künstlerin Jenny Holzer. Die Einzeiler mit vermeintlichen Wahrheiten wie „protect me from what I want“ oder „religion causes as many problems as it solves“, die in sich nicht selten eine versteckte Widersprüchlichkeit trugen, plakatierte sie Ende der 70er Jahre in den Straßen von Lower Manhattan. Zu diesem Zeitpunkt hatte sie bereits einen Master of Fine Arts an der Rhode Island School of Design erworben und ein Studienprogramm am Whitney Museum of American Art in New York absolviert. Als die „Truisms“ 1982 dann auch über die Leuchttafeln am Times Square liefen, wurde sie schlagartig bekannt.

Mittlerweile hat die mehrfache documenta-Teilnehmerin alle Kunsttempel erobert, den Goldenen Löwen der Biennale in Venedig gewonnen (1990) und ist weltweit in zahlreichen bedeutenden Sammlungen wie dem Museum of Modern Art in New York, dem Pariser Centre Pompidou oder der Tate Gallery in London vertreten. 2001 ließ sie für die „Installation for the Neue Nationalgalerie“ LED-Laufbänder an die Rasterdecke von Mies van der Rohes berühmtem Bau in Berlin montieren – eine Retrospektive mit bedachtsam komponierten Texten aus 25 Jahren künstlerischen Schaffens, die beim Publikum so erfolgreich war, dass die Arbeit in die Sammlung der Neuen Nationalgalerie aufgenommen wurde.

Es sind keine Wohlfühlthemen, mit denen sich Jenny Holzer beschäftigt. Ihre „Lustmord“-Serie (1993–94) etwa, erschütternde Texte, in denen sie anhand von Berichten und Zeugenaussagen Vergewaltigungssituationen während des Krieges im ehemaligen Jugoslawien reflektierte, zog heftige Diskussionen nach sich. Als Material für ihre Werke greift sie in den letzten Jahren auch immer wieder auf Berichte von Soldaten, Verwaltungsbeamten, Inhaftierten etc. aus öffentlich zugänglichen, vielfach geschwärzten Regierungsdokumenten zurück, die mit den Kriegen im Irak und in Afghanistan in Zusammenhang stehen. Sie konfrontiert den Betrachter auf allen erdenklichen Projektionsflächen mit ihrer Kunst, Wegschauen ist für Jenny Holzer keine Option.

Ausstellungen (Auswahl)

Aktuell sind Arbeiten von Jenny Holzer im Glenstone Museum in Potomac, MD zu sehen.
„Graffiti“ heißt die Gruppenausstellung im Museion in Bolzano mit Werken von Jenny Holzer (bis 14. September 2025).
„Jenny Holzer: Light Line“ war 2024 im Guggenheim Museum in New York zu sehen.
Die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen zeigte 2023 eine große Überblicksausstellung von Jenny Holzer.

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