Franz Erhard Walther

Die Hand liest

, 2002
  • Material
    Offsetdruck
  • Auflage
    50
  • Maße
    22 x 32 cm
    Auflage 30
    signiert, datiert und nummeriert
  • Details zum Rahmen
    Handgefertigter goldteak gebeizter und gewachster Ahorn Holzrahmen mit Passepartout. Außenmaße ca. 53,2 x 35,5 cm. Inkl. Museumsglas und rückseitiger Aufhängung
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Über die Edition

Schon seit Beginn seiner künstlerischen Laufbahn setzt sich Franz Erhard Walther intensiv mit Schrift und Schriftgestaltung auseinander. Er zielt bei der Sprache nicht nur auf den Inhalt, sondern auch auf die Form. Sie ist gleichzeitig Begriff und Bild und somit Bedeutungsträger im doppelten Sinn. Die Betrachter*innen sind animiert, mitzudenken. Das gilt auch für die Druckgrafik „Die Hand Liest“ (2002). Wenn die titelgebende Feststellung stimmt, wird Lesen zum körperlichen Akt über das Sehen und Begreifen hinaus – visuell veranschaulicht im für uns schwer bis unlesbaren ockergelben Text, in dem Franz Erhard Walther Buchstaben mit Buchstaben überschreibt. Wer sich die Welt aneignen möchte, muss handeln. Diese sinnstiftende Aufforderung liegt allen Werken Franz Erhard Walthers zugrunde.

Über den Künstler

„Handlung bekommt Werkcharakter“ – mit dieser radikalen Idee mischte Franz Erhard Walther (*1939) in den 1960er Jahren die Kunstwelt auf. Größeren Zuspruch fand er damals zunächst in New York, das Museum of Modern Art zeigte bereits 1969 Arbeiten von ihm. Er gilt damit als Schlüsselfigur eines auf Beteiligung angelegten Kunstbegriffs. Von 1971 bis 2005 lehrte er an der Hochschule für bildende Künste Hamburg und unterrichtete u.a. John Bock, Rebecca Horn, Santiago Sierra, Christian Jankowski, Lili Fischer, Martin Kippenberger und Jonathan Meese. Franz Erhard Walther war 1972, 1977, 1982 und 1987 zur documenta in Kassel eingeladen. 2017 wurde er als bester Künstler mit dem „Goldenen Löwen“ auf der Biennale in Venedig ausgezeichnet.

Ausstellungen (Auswahl)

Aktuell ist die Ausstellung „Gelb“ in der Villa Franz Erhard Walther in Fulda zu sehen, die bereits 1965 in der Galerie Junge Kunst Fulda geplant war, damals jedoch nicht stattfinden konnte (bis 1. März 2026).

Die Bundeskunsthalle richtete 2024 anlässlich seines 85. Geburtstages die große Übersichtsausstellung „Bilder im Kopf, Körper im Raum“ zum Werk von Franz Erhard Walther aus.

„Franz Erhard Walther. Shifting Perspectives“ hieß die umfassende Retrospektive 2020 im Haus der Kunst in München.

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