Coco Kühn

Vierheit, verletzt, vergoldet

, 2023
  • Material
    Karton, Blattgold (Schlagmetall)
  • Auflage
    15
  • Maße
    35 x 35 cm
    Auflage 15 + 3 AP
    signiert, nummeriert, datiert und betitelt
    jedes Werk mit Unikatcharakter
  • Details zum Rahmen
    Handgefertigter schwarz gebeizter und gewachster Ahornrahmen, Außenmaße ca. 37,8 x 37,8 cm, inkl. 20mm Distanzleiste, Museumsglas und rückseitiger Aufhängung
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Über die Edition

Verletzung und Vergoldung sind die zentralen ästhetischen Parameter des Reliefs, das Coco Kühn 2023 gestaltet hat. Wir sehen den Prozess einer Heilung. Der schwarze Karton trägt eine Zeichnung, die mit dem Messer eingeschnitten ist. Die so verletzte Fläche überarbeitete Kühn mit vier zarten Blättern Schlagmetall, die wie goldene Pflaster diese Verletzungen sichtbar werden lassen, sie aber zugleich zu schützen scheinen. Die „Vierheit“ des Quadrats formt sich durch die Überlagerung der vier Blätter an den Schnittstellen zu einem Kreuz, das sich im Vorbeigehen leicht bewegt. So verschmelzen nicht nur die Gattungen von Tafelbild und Skulptur, sondern auch die Aspekte von Gefahr und Heilung zu einer vibrierenden Einheit. Ganz im Sinne der japanischen Technik Kintsugi, die durch die Reparatur in Gold den Makel des Bruchs feiert, deutet Kühn die Verletzungen zu einem optimistischen Prozess um, der sich uns Betrachter*innen sofort vermittelt: Selten besaß eine Edition bei artflash eine solch haptische Eleganz.

Über die Künstlerin

Initiatorin der legendären Ausstellung „36 x 27 x 10“ im Berliner Palast der Republik als letzte Aktion vor seinem Abriss, Mitbegründerin der Temporären Kunsthalle am gleichen Ort – auch wer Coco Kühn selbst nicht kennt, wird vielleicht schon ihre beeindruckenden Projekte in der Hauptstadt gesehen haben. Auch heute lebt die Künstlerin, die in Hanau Silberschmiedin gelernt und in Halle Bildhauerei und Malerei studiert hat, in Berlin. Aufmerksamkeit erregte sie durch ihre Arbeiten mit Alltagsmaterialien wie Dosen und Zeitungen, aus denen sie berührend-strenge Skulpturen und Installationen schuf. Sie ist gleichermaßen minimalistische Meisterin der kleinen Form wie Schöpferin großer architekturbezogener Formate. Ihre größte begehbare Skulptur baute sie als Bühnenbild für das Stück „Genua 01“ am Theater im Marstall in München. Kühn wuchs in einer Schmiede auf, deshalb, so sagt sie, kombiniere sie seit einiger Zeit die Farben Schwarz und Gold zu immer neuen metallischen Kontrasten, die verblüffend sinnlich sind. Luzide und knapp bringt sie es selbst so auf den Punkt: „Ich arbeite derzeit mit Verbrennungen, Verletzungen und Vergoldungen.“

Ausstellungen (Auswahl)

Einzelausstellungen (Auswahl):
2024 Kunsthalle Potsdam
2020 „Glanz und Tiefe“, Kunstraum Sommer, Radebeul; „Labium Golden“, Gemeindezentrum am Fennpfuhl, Berlin
2019 „Schwarz und Gold“, K90, Berlin

Gruppenausstellungen (Auswahl):
2023 artflash c/o Galerie Knust Kunz, München
2022 „Die Kirschen der Freiheit“, Kunstpool, Ulm; „Uferhallen Kunstaktien“, Uferhallen Berlin
2021 „Die Kunst des Wartens“, KunstForumEifel
2011 „Unheimlich vertraut“, C/O Berlin
2004 The Armory Show, New York, bei Galerie Markus Richter, Berlin

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