Andy Hope 1930

Memories Found in a Dog’s Mind

, 2018
  • Material
    Radierung, Vernis mou auf „Incisioni“ Büttenpapier, 300g, der Stern wurde vom Künstler per Hand koloriert
  • Auflage
    30
  • Maße
    ca. 36 x 50 cm
    Auflage 30 + 10 AP
    signiert, datiert, nummeriert und betitelt
  • Details zum Rahmen
    Handgefertigter, nussbaum dunkel gebeizter und gewachster Ahornrahmen, mit 10 mm Distanzleiste, Außenmaße ca. 55,6 x 40,6 cm, inkl. Normalglas und rückseitiger Aufhängung
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Über die Edition

„Memories Found in a Dog’s Mind“ – Titel und Motiv der signierten und nummerierten Radierung von Andy Hope 1930 aus dem Jahr 2018 rufen Gedanken an ein einschneidendes Ereignis der Weltgeschichte wach: den Flug der Hündin Laika, die von den Sowjets – der rote Stern ist handkoloriert – ins All geschossen wurde und in einer Raumkapsel die Erde umrundete – und dabei starb. Die Edition ist Teil einer Serie des Künstlers, die Idee dazu kam ihm nach dem Tod des eigenen Hundes, genannt B. Das erste daraufhin entstandene Bild zeigte diesen auf einem fernen Planeten, ein letzter Zufluchtsort. Und was ging in Laikas Kopf auf dem Weg in den Weltraum vor? Auch diese Frage treibt Andy Hope 1930 um. Erinnerungen von Tieren festzuhalten und in „Bildsignale“ umzuwandeln, dieser Zukunftsgedanke fasziniert ihn. In „Memories Found in a Dog’s Mind“ manifestiert sich eine faszinierende gedankliche Freiheit, aus der eine die Grenzen von Raum und Zeit hinter sich lassende utopische Kraft entsteht.

„Memories Found in a Dog’s Mind“ – was für eine Idee steckt hinter dem Titel? Was für einen Film hast du da imaginiert? Beziehst du dich dabei direkt auf die Weltraumhündin Laika?

Zum ersten Mal kam mir die Idee zu der Serie, als vor vielen Jahren unser letzter Hund starb und ich unbedingt ein Bild von ihm malen wollte. Das Bild hieß „B on Inferia“ und es existiert noch, wenn auch nur als Image, weil ich es später übermalt habe. Es zeigt B in einer unwirklichen Umgebung auf einem fernen Planeten – als einem letzten Zufluchtsort. Für mich war die Idee faszinierend, in einer fernen Zukunft die Erinnerungen auch von Tieren aufzeichnen und in Bildsignale umwandeln zu können. Später entstand daraus die Serie „Memories Found in a Dog’s Mind“.

Inwiefern haben Elsa Kremser und Levin Peter deine Idee dann in „Space Dogs“ aufgegriffen? Was ist daraus bei ihnen entstanden?

Der Film ist ja erst später entstanden, ich habe ihn bis heute nicht gesehen. Aber ich habe mich immer gefragt, wie die Erinnerungen der Hunde aussehen würden, die in den 1960er Jahren in Raumkapseln gezwängt ins Weltall geschossen wurden und bei ihrem Wiedereintritt in die Atmosphäre verglühten. Wie haben sie diese Reise in die Dunkelheit empfunden, was haben sie gesehen?

„The Twilight Zone“ ist deine Lieblingsserie – was fesselt dich daran?

„The Twilight Zone“ ist eine Anthology-Serie, die nicht nur meine Kindheit geprägt hat, sondern auch meine Arbeit als Künstler. Ihr Schöpfer, Produzent, Autor und Sprecher Rod Serling verstand es wie kein Zweiter, fantastische Geschichten zu erzählen. „The Twilight Zone“ hat in den 50er und 60er Jahren so viel vorweggenommen, was im Hollywood-Kino später aufgenommen und zu Filmklassikern wurde. Die Ideen der Serie sind komplexe Gedankenexperimente – ähnlich komplex wie ein Werk von Marcel Duchamp.

Science-Fiction- und Superhelden-Genre in Comic und Film, aber auch bildende Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts inspirieren deine Kunst. Wie passt das zusammen?

Für mich sind das keine Widersprüche. Meine Methode ist die eines Forschers. Ich verbringe viel Zeit mit Recherchen, dem Anlegen von Archiven und der Aktualisierung von Ressourcen. Meist sind es verschiedene Serien, an denen ich gleichzeitig arbeite – sie kreisen in einer Art Orbit, wo ich sie von Zeit zu Zeit besuche und in dem ich mich selbst spiralförmig schwerelos fortbewege.

Über den Künstler

Andy Hope 1930 ist ein Künstler, der in vielen Welten lebt. Comics, Western und Science-Fiction gehören ebenso zu den Paralleluniversen, aus denen er schöpft, wie die Moderne oder das Dritte Reich. Fantasiefiguren aus dem christlichen, mythologischen oder galaktischen Kontext bevölkern seine Werke. Und da er intensiv durch diese Welten wandelt, in tranceähnlichen Zuständen malt, erschuf Andreas Hofer – so der ursprüngliche Name des Künstlers – den fiktionalen Charakter „Andy Hope 1930“, mit dem er seit 2010 alle seine Arbeiten signiert. Ein Wesen, das zwischen ihm und seinem Werk steht, das ihm einen Schutzraum eröffnet und ihm ermöglicht, ein anderer zu sein – ohne den Boden unter den Füßen zu verlieren. Mit dem Zusatz „1930“ hat sich der Künstler zudem aus der fortlaufenden Zeitrechnung verabschiedet und jongliert nun vollkommen frei mit Aspekten der Vergangenheit, Gegenwart oder Zukunft.

Das diesem Privatreich entsprungene Œuvre von Andy Hope 1930 umfasst Malerei, Zeichnung, Drucke, Videos, Collagen, Skulpturen und Installationen. Damit ist der Künstler – berühmtester Schüler des Zeichners Hans Baschang an der Akademie der bildenden Künste München – etwa in den Sammlungen des Lenbachhauses München, des MMK ‒ Museum für Moderne Kunst Frankfurt am Main und des Pariser Centre Pompidou vertreten.

Ausstellungen (Auswahl)

Die Galerie Christine Mayer in München präsentierte 2022 Werke von Andy Hope 1930 in der Soloausstellung „A Handful of Gravity“. Die Kunsthalle Wilhelmshaven zeigte 2021 Arbeiten des Künstlers in der Ausstellung „Secret Friends“. „The Exit Door Leads in“ hieß die im selben Jahr stattfindende Einzelschau von Andy Hope 1930 in der Gabriele Senn Galerie 2021 in Wien.

2022, Andy Hope 1930 & Henning Strassburger, JUBG, Köln
2021, The Exit Door Leads In, Gabriele Senn Galerie, Vienna
Time Enough at Last, SAUVAGE, Dusseldorf
2019, HEEDRAHTROPHIA, Galerie Guido W. Baudach, Berlin
Method of Error, M.LeBlanc, Chicago, USA
2018, A Space Philosophy: Plozloz And Beyond, Galerie Christine Mayer, Munich, Germany
Basement Job, Beach Office Berlin
Where did it come from!, Rat Hole Gallery, Tokyo
Débutants de Cologne (with Hans-Jörg Mayer), Reisebürogalerie Diko Reisen, Galerie Nagel Draxler, Cologne, Germany
2017, #believe, Lomex Gallery, New York
2016, Black Fat Fury Road, Galerie Guido W. Baudach, Berlin
Enjoy Thank You, Gabriele Senn Galerie, Vienna
2015, Friday is too late, Autocenter, Berlin
Escapement (with Madeleine Boschan), Neue Galerie Gladbeck, Gladbeck, Germany
Prequel - Equal, Büro Weltausstellung / Wiener Art Foundation, Vienna
UNappropriated Activities, Hauser & Wirth, Zurich, Switzerland
2014, Upstairs Gallery, Metro Pictures, New York
Echoes from an Unlimited Company, Galerie Christine Mayer, Munich, Germany
2013, Andy Hope 1930 & Paul McCarthy: down show show down, 8. Salon, Hamburg, Germany
WHY PAINT (with David Batchelor), Gabriele Senn Galerie, Vienna
Andy Hope 1930 presents Earth 1 belongs to Earth 2, Galerie Guido W. Baudach, Berlin
2012, Andy Hope 1930 When Dinosaurs Become Modernists, Royal Botanic Garden Edinburgh, United Kingdom
Medley Tour London by Andy Hope 1930, Hauser & Wirth, London

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