Rebecca Horn

Dancing Giraffe Tree

, 1998
  • Material
    Zwei Weichgrundradierungen auf gefärbtem, transparentem japanischen Papier, collagiert auf Hahnemühle-Büttenpapier
  • Auflage
    60
  • Maße
    Set je 50 x 40 cm
    Auflage 60 + X
    je handsigniert und nummeriert (mit Herausgeberstempel auf der Rückseite)
  • Details zum Rahmen
    Handgefertigter weiß lasierter und gewachster Ahorn Holzrahmen, Außenmaße ca. 55,2 x 45,2 cm. Inkl. Museumsglas und rückseitiger Aufhängung
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Über die Edition

Ob in den Skulpturen „Schildkrötenseufzerbaum“ (1994) und „Rabenbaum“ (2009-2011), in der Zeichnung „Blutbaum“ (2011) oder den beiden Radierungen „Dancing Giraffe Tree“ (1998) – es gibt vielerlei Baumbezüge im transmedialen Werk von Rebecca Horn. Die Grenzen zwischen Mensch, Natur und Technologie verwischen darin. Körper, Geist und Maschine finden hier zusammen. Bereits seit den sechziger Jahren schuf Rebecca Horn Zeichnungen, teils zur Vorbereitung ihrer Skulpturen, teils als freie Skizzen. In den Blättern „Dancing Giraffe Tree“ ist der Kopf des titelgebenden Tieres zu erkennen, auch der baumhohe Körper einer Giraffe deutet sich an. Es gibt Hinweise auf Bewegung, auf Klang aus Horn-typischen Trichtern, einzelne Elemente sind durchnummeriert, was auf eine Übersetzung des künstlerischen Vorhabens ins Dreidimensionale schließen lässt. Genauso wie Rebecca Horn in ihren Installationen Objekten Leben einhaucht und Energie zum Fließen bringt, gelingt ihr dies bei ihrem Giraffen-Motiv – mit wenigen intuitiv und gezielt zugleich wirkenden Strichen auf wunderbar rötlich eingefärbtem, transparenten Japanpapier.

Über die Künstlerin

Rebecca Horn († 6. September 2024) war eine der bekanntesten deutschen Künstler*innen weltweit. Ihr Werk umfasst Performances, Filme, Installationen, Zeichnungen, Fotografien und Gedichte. Ihr eigener Körper, Apparaturen und Maschinen dienten in ihrer Kunst vor allem einem Ziel: das Sensorium und die Wahrnehmung zu erweitern. Auf der legendären, von Harald Szeemann kuratierten documenta 5 im Jahr 1972 zeigte sie ihre erste große öffentliche Performance – als damals jüngste Teilnehmerin. Als erster Künstlerin wurde ihr 1992 der renommierte Kaiserring der Stadt Goslar verliehen. Ebenfalls als erster Künstlerin widmete ihr 1993 das New Yorker Guggenheim Museum eine Einzelschau. Horns Arbeiten sind bis heute in Soloausstellungen führender internationaler Institutionen zu sehen sowie in zahlreichen Sammlungen weltweit vertreten. Die sechs Jahrzehnte umfassende Werkschau 2024 im Münchner Haus der Kunst konnte die im gleichen Jahr mit 80 Jahren verstorbene Künstlerin noch selbst besuchen.

Ausstellungen (Auswahl)

Im Jahr 1972 stellte Rebecca Horn bei der legendären, von Harald Szeemann geleiteten documenta 5 in Kassel als jüngste Teilnehmende aus – mit ihr und Ben Vautier traten erstmals Performer*innen in einer Großausstellung in Erscheinung. Horn war zudem erstmals 1980 und zuletzt 2022 auf der Venedig-Biennale vertreten. Das Guggenheim Museum in New York richtete ihr 1993 als erster Künstlerin eine Mid-career-Retrospektive aus, die danach in das Van Abbemuseum, Eindhoven, die Neue Nationalgalerie, Berlin, die Kunsthalle Wien, die Tate Gallery und die Serpentine Gallery, London, sowie ins Musée de Grenoble wanderte. 2021/22 zeigte das Kunstforum Wien eine große Horn-Ausstellung. Das Castello die Rivoli in Turin richtete Rebecca Horn 2025 die erste Retrospektive nach ihrem Tod aus, in Kooperation mit dem Münchner Haus der Kunst.

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