Nadine Wölk

Flow I

, 2026
  • Material
    Cyanotypie auf Aquarellpapier
  • Auflage
    30
  • Maße
    36 x 49 cm,
    Auflage 30,
    vorderseitig handsigniert, nummeriert, betitelt und datiert

  • Details zum Rahmen
    Handgefertigter weiß lasierter und gewachster Ahorn-Holzrahmen, das Werk ist hochgestellt montiert, Distanzleiste 10mm, Außenmaß ca. 41,2 x 53,2 cm, inkl. Museumsglas und rückseitiger Aufhängung
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Über das Werk

In „Flow I“ führt uns Wölk in die Unterwasserwelt eines Pools. Eine Schwimmerin streckt sich elegant durch den Raum, feine Luftblasen steigen auf – Spuren des eben vollzogenen Eintritts ins Wasser. Auffallend ist das breite Spektrum der Blautöne, das von tiefem Indigo bis zu hellen, lichtdurchfluteten Nuancen reicht. Es erzeugt eine Atmosphäre von Tiefe, Ruhe und Schwerelosigkeit und lässt die Szene zugleich real und traumhaft erscheinen. Die Arbeit ist Wölks erste Cyanotypie. Damit überführt die Künstlerin ihre charakteristischen Kugelschreiberzeichnungen erstmals in ein fotografisches Druckverfahren. Ausgangspunkt war eine Kugelschreiberzeichnung, die sie digitalisierte, als Negativ auf transparente Folie übertrug und anschließend auf handbeschichtetes Aquarellpapier belichtete. Trotz ihres Editionscharakters besitzt jede Cyanotypie eine eigene, unverwechselbare Erscheinung. Das Verfahren reagiert sensibel auf zahlreiche Faktoren – etwa die Dichte der Beschichtung, die Belichtungsdauer, die Entwicklung im Wasserbad oder minimale Veränderungen der chemischen Reaktion. Der genaue Verlauf lässt sich nie vollständig kontrollieren oder wiederholen. So entstehen feine Unterschiede in Farbigkeit, Kontrast und Oberflächenwirkung, die jedes Blatt zu einem individuellen Werk machen.

Über die Künstlerin

Seit den Anfängen ihrer Künstlerkarriere beschäftigt sich Nadine Wölk intensiv vor allem mit einem Sujet: dem Porträt. Ihre Bilder entstehen auf der Grundlage von Schnappschüssen von Familie und Freunden – doch stehen diese nicht allein für sich, sondern weisen durch die in ihnen sichtbare Kleidung und Haltung, die eingefangenen Posen und Settings immer auch über sich hinaus. „Ich will nicht für reiche Villenbesitzer malen. Ich male für meine Generation. Für wen denn sonst?“, wird die Dresdner Künstlerin in einem Katalogtext zitiert. Die Absolventin der Hochschule für Bildende Künste in Dresden war Meisterschülerin von Martin Honert. Sie weiß mit den Traditionen der Malerei zu spielen und sie in die Jetztzeit zu übertragen. Dabei werden Insignien wie die drei weißen Adidas-Streifen auch zu grafischen Elementen der Bildkomposition. Ihre Arbeiten sind seit 2000 in zahlreichen Ausstellungen zu sehen, u.a. in München, Dresden, Zürich, Hamburg, Berlin und Salzburg. Wölk ist Mitbegründerin des Projektes „FREIRAUM 05 ‒ Raum für junge Kunst“ in Dresden.

Ausstellungen (Auswahl)

2024, Blue Nights, Juri Artspace, Dresden; Quartett, Galerie Circus Eins, Kunstverein Rügen, Putbus
2023, Blue Moods, Kunst & Eros, Galerie und Atelier Dresden
2022, Frachtstücke, Kunsthaus Dresden
2021, ON THE BLUE SIDE, ITARICON Art Gallery, Dresden
2020, Deep Dream, Projektraum, Städtische Galerie Dresden
2019, High Noon. Zeichnung / Malerei, Kunstverein Meißen, Meißen
2018, Blue Boy, Oberüber Karger, Dresden; Frauen können auch malen!, Galerie Holger John, Dresden
2017, Nachts allein im Atelier #4, Evelyn Drewes Galerie, Hamburg; Neon. Nighthawks. Glow in the Dark, Galerie drei, Dresden; The Delft Project, Werksgalerie Kreative Werkstatt e.V., Dresden; Colours of Night II, Rathausgalerie Roßwein, Roßwein
2016, Neon Black, produzenten │ galerie, Dresden; Neo Noir, Galerie Budissin, Bautzner Kunstverein e.V., Bautzen
2014, Key Groups, Galerie Ines Schulz, Dresden; Yolo, Evelyn Drewes Galerie, Hamburg
2011, See Yeah!, Galerie PopArtPirat, Hamburg
2010, Colours of Night, Projektraum am Weißen Hirsch, Dresden; 2. Eberhard-Dietzsch-Kunstpreis, Gera (Beteiligung)
2009, On the Way at Dead of Night, Galerie Adlergasse, Dresden; Fünfmal Dresden, Grand Elysee Hamburg (Beteiligung); Mal was Deutsches, Hangar 7, Salzburg; wasistdas 2009, ITM Gallery, Paris; Anonyme Zeichner No. 10, Kunstraum Kreuzberg, Berlin
2008, Zitate. Nach allen Regeln der Kunst, VONDERBANK ArtGalleries, Berlin; Deleted Scenes. Nighthawks, Galerie Epikur, Wuppertal

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