Michael Sailstorfer

P 99

, 2016
  • Material
    Keramik, Wandbefestigung aus Metall
  • Herstellungsmethode
    signiert und nummeriert
  • Auflage
    100
  • Maße
    5 x 4 x 3 cm
    Jedes Exemplar ist in Handarbeit selbst gegossen und können daher Arbeitsspuren aufweisen, die vom Künstler so in Kauf genommen werden.
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Über die Edition

Es ist ein kleines Werk mit großer Wirkung: die Edition „P-99“ von Michael Sailstorfer aus dem Jahr 2016, benannt nach der Walther P99, einer halb-automatischen Waffe, die sowohl als Polizeidienstwaffe als auch von James Bond getragen wird. Als Betrachter starren wir in den Mündungslauf der Pistole, und treten unwillkürlich in Beziehung mit dem Objekt. Wir fühlen uns, wenn nicht gar bedroht, so doch zumindest gemeint, und so tritt die Keramikarbeit auf unnachahmliche Sailstorfersche Art und Weise Emotionen und Gedankenströme los. Unsere Welt ist fragil, das bewies der Künstler schon mit seinen „Raketenbäumen“, die er samt Stamm hoch in die Luft sprengte, oder im Gegenzug in „Antiherbst“, als er die heruntergefallenen Blätter eines Baumes in wochenlanger Arbeit händisch wieder an die Äste hing. In Zerstörung und Vergänglichkeit steckt bei Michael Sailstorfer aber eines immer auch: Poesie.

Über den Künstler

Eine seiner frühesten Arbeiten verwirklichte Michael Sailstorfer noch ohne Auftraggeber: Er stattete Wartehäuschen an Bushaltestellen in seiner bayrischen Heimat mit Betten, Kochstellen, Tischen, Stühlen und Toiletten aus und nannte seine Installationen „Wohnen mit Verkehrsanbindung“. Und schon sie verweisen auf zwei wichtige Komponenten seiner Arbeitsweise: die Lust an der Umwandlung von Alltagsobjekten und Humor. Der 1979 geborene Wahlberliner überzeugte bereits als Student der Akademie der Bildenden Künste in München – u.a. bei Olaf Metzel – mit einem unaufgefordert eingesandten Dossier die heutige Direktorin des Museums für Moderne Kunst (MMK) in Frankfurt am Main, Susanne Gaensheimer – es war der frühe Beginn seines Erfolgsweges als Künstler. Michael Sailstorfer stellt seit 2001 international aus. Seine Werke sind u.a. in der Sammlung zeitgenössischer Kunst der Bundesrepublik Deutschland in Bonn, in den Sammlungen des Frankfurter Städelmuseums, des Pariser Centre Georges Pompidou sowie des Walker Art Centers in Minneapolis vertreten.

Ausstellungen (Auswahl)

Michael Sailstorfer wird von Johann König, Berlin vertreten. 2019 hat der 1979 in Velden geborene Künstler bei König in der St Agnes Kapelle, Berlin unter dem Titel "Sink, Sank, Sunk" Objekte gezeigt, die sich mit dem Thema Vergänglichkeit beschäftigen.

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