Dieter Roth

Selbstbildnis als Portion grünen Salates

, 1973
  • Material
    Siebdruck, dreizehnfarbig
  • Auflage
    123
  • Maße
    52,2 x 49 cm
    Auflage 123
    vorderseitig signiert, datiert und nummeriert
  • Details zum Rahmen
    Handgefertigte gewachster Rahmen aus Kirschholz, ca. 66,2 x 63,2 cm, inkl. Distanzleiste und Museumsglas, rückseitige Aufhängung
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Über die Edition

„Selbstbildnis als eifersüchtiger Tiger“, „als Vorspiel zu traurigem Zauber“, „als Hundehauf in Stuttgart“ oder gar „als Niemand“ und „als Loch“: Zeit seines Schaffens befragt Dieter Roth sich selbst und sein Tun – auf spielerische, oft ironische, unerbittliche Weise. Radikal stellte er sich ins Zentrum seines künstlerischen Schaffens, und zwar im Wissen um die Vergeblichkeit, das Ich tatsächlich einkreisen zu können. Im signierten, vielfarbigen Siebdruck „Selbstbildnis als Portion grünen Salates“ (1973) sehen wir ihn als Silhouette mit großen Ohren, eine Hälfte deckend, die andere durchscheinend, aber jeweils kräftig-grün. Schokolade, Wurst, Joghurt und Bananen – Dieter Roth griff in seinem überbordenden Werk immer wieder auch ganz real auf Lebensmittel zurück. Ihre Verderblichkeit sah er als Teil seines künstlerischen Konzepts, Maden und Käfer als „Mitarbeiter“. Darin eingeschrieben die Vergänglichkeit und mit ihr der Verfall, poetische Momente jedoch nicht ausgeschlossen – wenn Roth beispielsweise mithilfe des auslaufendes Fetts einer Wurstscheibe einen strahlenden Sonnenuntergang inszeniert.

Über den Künstler

Als Universalkünstler am ehesten mit Größen wie Warhol oder Beuys vergleichbar, gehört Multitalent Dieter Roth zu den schillerndsten Persönlichkeiten der internationalen Kunstszene in der Nachkriegszeit. Geboren 1930, gestaltete der bemerkenswert unangepasste Künstler, eigentlich gelernter Werbegrafiker, in seinen provokanten Druckgrafiken, Aktionen, Materialbildern, Schriften und kinetischen Objekten Kunst als „Lebensexperiment“, wie er es nannte. Seine bevorzugten Materialien waren vergänglich – von Schokolade über Gewürze bis zu Speiseresten verstand er sie als Gegenstücke zu klassischen Werkstoffen wie Sandstein, Marmor oder Bronze; aus ihnen formte er Skulpturen, die dem Prozess des Zerfalls nachspüren. Roth war ein getriebener, rastloser Künstlernomade, der bis zu seinem Tod 1998 zwischen Ateliers bzw. Wohnorten in Basel, Reykjavík und Düsseldorf hin und her pendelte. Auch postum wird er in zahlreichen Ausstellungen gewürdigt, etwa im Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwartskunst – Berlin, bei Hauser& Wirth in New York, in der Galerie Levy in Hamburg und im MoMA in New York.

Ausstellungen (Auswahl)

2023, Gepresst Gedrückt Gequetscht, Deichtorhallen, Hamburg
2015, Und weg mit den Minuten. Dieter Roth und die Musik, Hamburger Bahnhof, Berlin
2013, Dieter Roth. Björn Roth - Hauser & Wirth, New York City
2013, Dieter Roth - ein Versuch, Levy Galerie, Hamburg
2012, Dieter Roth - Diaries - Fruitmarket Gallery, Edinburgh
2011, Dieter Roth - Museum of Contemporary Art Chicago
2011, Rot - Roth - Ròt - Stedelijk Van Abbemuseum, Eindhoven
2011, From Trash To Treasure - Vom Wert des Wertlosen in der Kunst, Kunsthalle Kiel
2010, EAT ART. Vom Essen in der Kunst, Kunstmuseum Stuttgart
2009, Kunst und Kalter Krieg, Deutsche Positionen 1945 - 1989, Germanisches Nationalmuseum, Nürnberg
2008, Arnulf Rainer / Dieter Roth, Misch- und Trennkunst. Gemeinschaftsarbeiten und Einzelwerke, 1968 - 2005, Deichtorhallen, Hamburg
2008, DREHMOMENTE - Filme von Dieter Roth, Sprengel Museum Hannover
2003, Roth-Zeit – Eine Dieter Roth Retrospektive, Museum Ludwig, Köln
2001, Dieter Roth - The skin of the world - Museu d´Art Contemporani de Barcelona, MACBA, Barcelona
1987, Dieter Roth - Publiziertes und Unpubliziertes - Portikus, Frankfurt/Main
1975, Dieter Roth - Peintures, Editions, Livres - Stedelijk Museum Amsterdam
1971, Diter Rot - Galerie Renée Ziegler, Zürich
1970, Graphics I: New Dimensions, MoMA, Museum of Modern Art, New York City
1968, documenta 4, Kassel

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