Thomas Scheibitz

Untitled II (from the portfolio T.O.A.H)

, 2017
  • Material
    Photogravure, Hahnemühle Bütten 350 g
  • Auflage
    16
  • Maße
    29,5 x 20 cm (Motivmaß); 54 x 39,5 cm (Blattmaß)
    Auflage 16 + 3 AP
    auf der Vorderseite nummeriert, signiert und datiert
    Hrsg. Borch Editions
  • Details zum Rahmen
    Handgefertigter Nussbaum-Holzrahmen, inkl. Distanzleiste, hochgestellt montiert, Außenmaße ca. 59,5 x 45 cm. Inkl. Normalglas und rückseitiger Aufhängung, staubdicht verschlossen.
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Über die Edition

„T.O.A.H“, so betitelt Thomas Scheibitz sein Portfolio, zu dem die beiden Druckgrafiken aus dem Jahr 2017 gehören. Sprache und Schrift spielen für den Künstler eine große, ganz eigene Rolle. Der Titel ist das Ergebnis einer spontanen Assoziation. Die Buchstaben geben vor, Abkürzungen für etwas Konkretes zu sein, und bleiben doch unübersetzbar in Worte. Das Zeichen interessiert Scheibitz auch als Form, Wirklichkeitsbezüge können sich genauso herstellen wie verlieren.

Ähnliches lässt sich über die Motive in seinen Werken sagen. Aufeinandergeschichtete geometrische und an schmale Baumsilhouetten erinnernde Körper geben uns das Gefühl, auf eine Landschaft zu blicken. Dazwischen wie im Street View die Außenansicht eines Gebäudes, schwarz umrandet, ein Bild im Bild. Oder scheinbar aus der Vogelperspektive festgehaltene architektonische Fragmente, die vielleicht sogar so etwas wie ein Stadtbild ergeben können. „Aber letztendlich sind das trotzdem eher Denkfiguren oder präzise ausgearbeitete allgemeingültige Dinge“, sagt Scheibitz, „mit hoher gedanklicher Präzision und trotzdem mit größtmöglicher Allgemeinheit entworfen.“ Für uns sind sie der Ausgangspunkt für ureigenste Erinnerungen an Orte, Atmosphären oder Gefühlslagen, die hier – und seien sie auch noch so vage – einen Resonanzboden finden.

Über den Künstler

Die Beschäftigung mit den Formen ist seine Leidenschaft – in seinen Werken lösen sie sich auf, bis unsere Wahrnehmung sie neu zusammensetzt: Thomas Scheibitz ist einer der wichtigsten und interessantesten Künstler seiner Generation. Geboren 1968 als Sohn eines Steinmetzen, wurde er nach der Ausbildung zum Werkzeugmacher Meisterschüler an der Hochschule für Bildende Künste Dresden und erlangte spätestens 2005 internationale Aufmerksamkeit, als er zusammen mit dem deutsch-britischen Künstler Tino Sehgal bei der 51. Biennale in Venedig kontrovers den deutschen Pavillon gestaltete.

In Malerei, Skulpturen, Fotos und Collagen zeigt Scheibitz ineinandergreifende Formen, die man von irgendwoher zu kennen glaubt und die doch ungewohnt erscheinen. In seiner markanten Bilderwelt wird das vermeintlich Vertraute aus Alltagswelt, Geometrie, Popkultur und Kunstgeschichte so weit aus dem Zusammenhang gelöst, dass es in seiner neuen, abstrakten Erscheinungsform nachhallt wie ein Echo: Das Original ist nicht mehr identifizierbar und doch zum Greifen nah.

Werke von Scheibitz sind heute international in Museen u. a. in London und Luxemburg sowie in der Sammlung Boros in Berlin vertreten.

Ausstellungen (Auswahl)

2020, Studio Berlin, Boros Foundation in Kooperation mit dem „Berghain“, Berlin
2019, Pablo Picasso x Thomas Scheibitz. Zeichen, Bühne, Lexikon, Museum Berggruen, Berlin
2018, Plateau mit Halbfigur, KINDL-Zentrum für zeitgenössische Kunst, Berlin
2017, Mentales Gelb. Sonnenhöchststand. Sammlung KiCo, Kunstmuseum Bonn / Städtische Galerie im Lenbachhaus, München
2016, Sammlungspräsentation, Museum der Bildenden Künste, Leipzig
2013, BubeDameKönigAss, Neue Nationalgalerie, Berlin
2012/13, One-Time Pad, MMK ‒ Museum für Moderne Kunst, Frankfurt am Main
2012, A Panoramic VIEW of Basic Events, Tanya Bonakdar Gallery, New York
2011, III Things for a Second ONE, Parra & Romero, Madrid
2008, About 90 Elements / Tod im Dschungel, Camden Arts Centre, London
2004, ABC ‒ I II III, Centre d’Art Contemporain, Genf
2001, Bannister Diamond, Stedelijk Museum, Amsterdam
1999, Trickstern, Galerie Gebrüder Lehmann, Dresden

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