Santiago Sierra Self Portrait, 2006/ 2013 Material Lambda Print Auflage 50 Maße 30 x 20 cm Auflage 50 + 4 AP inkl. signiertem Zertifikat Details zum Rahmen Handgefertigter grau gebeizter und gewachster Ahorn Holzrahmen, inkl. Passepartout und Museumsglas. Außenmaße ca. 42,7 x 32,3 cm. Inkl. rückseitiger Aufhängung Die neue Art, Kunst zu kaufen Handverlesene, exklusive Editionen Limitierte, signierte Auflagen Top-KünstlerInnen und Rising Stars Schnell registrieren, um Preis und Verfügbarkeit zu sehen. Jetzt kostenlos Mitglied werden Bereits Mitglied? Über die Edition Ein kurz geschorener Kopf, ein breiter Nacken, aus dem Kragen des dunklen Wollpullovers lugt eine großgliedrige Halskette hervor. Schon wenige Merkmale reichen, um aus einem Individuum ein Stereotyp zu konstruieren. Die Rückenansicht verstärkt den Impuls noch. Es ist ein Selbstporträt von Santiago Sierra, der sich hier als „bad guy“ lesen lässt. Entstanden als exklusive Künstleredition zu seiner Ausstellung in der Sammlung Falckenberg im Jahr 2013. In seinen drastischen Werken wiederholt der spanische Konzeptkünstler, was in der Welt da draußen allerorten passiert: Ausbeutung, Rassismus, Stigmatisierung. Er ließ drogenabhängigen Sexarbeiter:innen eine jeweils 160 Zentimeter lange Linie auf den Rücken tätowieren, gegen die Summe für die nächste Dosis Heroin. Obdachlosen Frauen bezahlte er den Preis einer Übernachtung in einem Hostel, um eine Stunde regungslos in der Tate Modern zu stehen, das Gesicht zur Wand, angestarrt von den Galeriebesucher:innen. Sierra zeigt Machtausübung, Enthumanisierung, Perversion, spielt mit Gesten von Unterdrückung, Bestrafung und Scham. Was tun Menschen, um zu überleben? Ab wann bedeutet Arbeit Zwang, Gewalt? Auf wessen kosten leben wir? Die Fragen richten sich auch an uns selbst. Es ist ein kompromissloses Werk, das so gut wie keine roten Linien kennt. Über den Künstler Santiago Sierras (*1966) Fotografien, Dokumentationen, Installationen und Performances sind weltweit in den bedeutendsten Kunstinstitutionen zu sehen, darunter das MoMA PS1 in New York, die Londoner Tate Modern, die Kunst-Werke in Berlin, die Deichtorhallen in Hamburg oder die Kunsthalle Wien. Der Künstler vertrat Spanien 2003 auf der Venedig Biennale. 2010 sollte er den Spanischen Nationalpreis für bildende Künste, den Premio Nacional de Artes Plásticas de España, erhalten, doch Sierra lehnte ab. Ausstellungen (Auswahl) 2025 waren Fotografien von Santiago Sierra unter dem Titel „Der Zeitgeist“ an der Fassade des Neuen Berliner Kunstvereins (n.b.k.) zu sehen. Das Centro de Arte Dos de Mayo in Madrid zeigte 2024/25 „1502 Persons Facing the Wall“. „Exercises in Popular Gymnastics“ hieß Santiago Sierras Einzelausstellung 2024 in der Galerie KOW in Berlin. Lesenswerte Artikel / Links Webseite von Santiago Sierra Instagram Account des Künstlers Mehr Kunst entdecken Anna Stahn Newspaper Print, 2022 Annette Messager Les Tortures Volontaires I + II (1972), 1972 / 2013 Stefan Marx Home Office Princess, 2023