Jannis Kounellis

Senza Titolo

, 1999
  • Material
    Lithographie auf Bütten
  • Herstellungsmethode
    signiert und nummeriert
  • Auflage
    99
  • Maße
    59,5 x 80,7 cm
  • Details zum Rahmen
    Handgefertigter schwarzer Holzrahmen, 10mm Distanzleiste, Außenmaße ca. 86,6 x 65,1 cm. Inkl. rückseitiger Hängeleiste, staubdicht verschlossen.
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Rollende Köpfe, lächelnde Gesichter oder ein Haufen übereinanderliegender Steine? Automatisch neigt man den Kopf zur Seite. Das Gefühl, die Längsseite des Bildes müsse in die Senkrechte, lässt einen nicht los. Das Werk irritiert die Wahrnehmung. Dies tut es ganz im Sinne der Programmatik des Künstlers Jannis Kounellis. Charakteristisch auch das düstere, kräftige und dabei schwungvoll aufgetragene Schwarz. Man möchte die Farbe nicht nur sehen, man möchte sie anfassen. Das Bild verbreitet seine Energie über seine Ränder hinweg in den Raum hinein. Kounellis hat mit seiner Kunst den Regelbruch zelebriert. Für ihn bedeutete dies Freiheit. So nahm er die Malerei als Ausgangspunkt, um ihre Konventionen zu sprengen und in den Raum hinein zu erweitern. In dieser sinnlichen Arbeit mit dem Titel „Senza Titolo“ (1999) gelang ihm dies mit einfachsten Mitteln. Der Betrachter wird zum Vollender des Werkes und mit ihm der Raum zur Imagination. Denn das Bild bleibt tatsächlich ein Bild, und doch fühlt es sich an, als wäre es eine Skulptur. Kategorien wie Bild und Skulptur besitzen hier keine Gültigkeit mehr!
Jannis Kounellis zählt zu den prägendsten Bildhauern des 20. Jahrhunderts. Der 1936 in Griechenland geborene Künstler wählte Italien zu seiner Heimat. Als er 1969 zwölf lebende Pferde in einem Galerieraum in Rom anband, gelang ihm eine Revolution: Kounellis brach nicht nur mit dem sterilen Ambiente einer Galerieshow, er ersetzte auch das klassische Tafelbild. Statt eines gerahmten Gemäldes nagelte er ein Leinentuch an die Wand, hing Eisenplatten davor, klemmte Mäntel dazwischen und befestigte Kohlebrocken an der Decke.
Als einer der wichtigsten Mitstreiter der italienischen Arte povera hob Kounellis einfache Materialien in den Kunsthimmel. Er verwendete Rohstoffe wie Erde, Eisen, Kohle, Wolle, Jutesäcke, Steine und Feuer. In seiner berühmten Schlachthof-Installation machte er auch vor tierischem Fleisch nicht halt.
Seine mächtig wirkenden Raumskulpturen leben durch die Aura des Materials und erzeugen ein Spannungsverhältnis zwischen Natur und Kultur. Bis heute wird die Dramatik seiner Installationen in der Kunstwelt hoch geschätzt.
1972 nahm Kounellis erstmals an der Biennale von Venedig teil, was seinen internationalen Ruhm begründete. Von 1993 bis 2001 war er Professor an der Kunstakademie in Düsseldorf. Seine Werke befinden sich weltweit in bedeutenden Kunstsammlungen. Kounellis starb im Februar dieses Jahres im Alter von 80 Jahren.

Ausstellungen (Auswahl)

2015, Italian Pavillon, Biennale Venice, Italy
2015, Musee d'art moderne de St Etienne - France
2014, Galerie Lelong, Paris - France
2014, On the road / En el camino / No camiño, Palacio de Gelmírez, Sanstiago de Compostella, Spain
2013, Un dialogo tra due opere, with Bizhan Bassiri, Biblioteca Angelica, Rome, Italy
2013, Within a Common Horizon: Pino Pascali & Jannis Kounellis, Luxembourg & Dayan, London, UK
2013, Arte Povera, Albert Baronian, Brussels, Belgium
2013, Kounellis: Trieste, Galerie Lelong, Paris, France
2013, Jannis Kounellis, curated by Bruno Corá, Giacomo Guidi Arte Contemporanea, Rome, Italy
2013, Jannis Kounellis, Galleri Artist, Istanbul, Turkey
2013, Jannis Kounellis, Cheim & Reid, New York, NY, United States
2013, Un dialogo tra due opere, with Bizhan Bassiri, Biblioteca Angelica, Rome, Italy
2012, Museum Kurhaus, Kleve, Germany
2012, Art Returns to Art, Galleria dell’Accademia, Florence, Italy
2012, Contemporary Art in Italy, Galleria Cardi, Milano, Italy
2012, Kounellis, Galleria Giorgio Persano, Torino, Italy
2012, Jannis Kounellis, Museum of Cycladic Art, Athens, Greece
2012, S.T. – Jannis Kounellis, Arsenal, Nizhny Novgorod, Russia
2012, Jannis Kounellis. Disegni e manufatti, Hilsboro Fine Art, Dublin, Ireland
2012, Jannis Kounellis, Kunstmuseum Kloster Unser Lieben Frauen, Magdeburg, Germany
2012, Jannis Kounellis, Blain Southern, Berlin, Germany
2012, Jannis Kounellis, Parasol Unit Foundation for Contemporary Art, London, Great Britain
2012, Untitled, Galleria San Fedele, Milan, Italy
2012, Jannis Kounellis, Museum am Dom, Würzburg, Germany