Charlie Stein

Absurd Audience Clapping

, 2020
  • Material
    Buntstift auf Papier
  • Auflage
    1
  • Maße
    29,7 x 21 cm
    auf der Vorder- und Rückseite signiert
    inkl. Rahmen
  • Details zum Rahmen
    Handgefertigter weiß lasierter und gewachster Ahorn-Holzrahmen, Maße 36,1 x 28,2 cm, inkl. Distanzleiste, das Werk ist hochgestellt montiert, inkl. Museumsglas, rückseitiger Aufhängung, luftdicht verschlossen
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Über die Werke

Ihre Körper sind schlank, die Gesichter schmal, die Augen groß, die Posen gekonnt: Frauen sind das Hauptmotiv von Charlie Stein, so auch in ihrer Unikatserie aus dem Jahr 2021. Die Zeichnungen erinnern an die Porträts, die uns täglich in den sozialen Medien begegnen – und die viel mehr mit dem klassischen Bild von Weiblichkeit zu tun haben, als zeitgenössische feministische Diskurse vermuten lassen würden. Die Künstlerin findet ihre eigenen, subtilen Mittel, um noch immer wirksame Geschlechtervorstellungen zu entlarven. So imitiert sie etwa die Filterfunktion von Bildern, sogenannte enhanced images, um standardisierte Schönheitsideale abzubilden, oder tauscht die weibliche Seele gegen die von Roboter*innen aus. Titel wie „Application (Tess)“, „Reboot“ oder „Connection“ katapultieren uns mit Steins Figuren in die Künstlichkeit der digitalen Welt und erzählen davon, wie sowohl die Gegenwart als auch maschinelle Zukunftsvisionen in veralteten Mustern gefangen sind. Steins ironisch-selbstbewusste und dennoch empathische Werke aber sind bereits einen Schritt voraus.

Über die Künstlerin

In der männlich dominierten Kunstgeschichte einen Fußabdruck als Malerin zu hinterlassen, das ist eine Motivation für die Künstlerin Charlie Stein. In ihren Arbeiten nimmt sie unsere – beispielsweise durch Instagram geprägten – Sehgewohnheiten in den Blick. Gleichzeitig analysiert sie die Technologien wie der Künstlichen Intelligenz innewohnenden Sehnsüchte der Entwickler*innen und User*innen und schenkt ihnen rebellisches Potenzial. So werden bei Stein beispielsweise die eigentlich doch konkurrierenden Sprachassistentinnen Siri von Apple und Alexa von Amazon auf dem Schulhof zu Kindheitsfreundinnen. Die Erfüllungsgehilfinnen bekommen ein Eigenleben und schauen mal leer, mal selbstbewusst zurück – gerade diese Ambivalenz erzeugt die Spannung in Steins Werken. „Ich zeige Roboter mit weiblichen Zügen – in der Verneinung ihrer eigentlichen Funktion liegt eine große Kraft“, sagt die Künstlerin. Stein war mit ihren Arbeiten bei der Manifesta11 in Zürich, bei den Blackball Projects in New York, im Songjiang Art Museum in Shanghai und auf der Istanbul-Biennale 2017 vertreten. Sie lebt und arbeitet in Berlin.

Ausstellungen (Auswahl)

Die Berliner Galerie SMAC zeigte jüngst eine Einzelausstellung von Charlie Stein. Ebenfalls 2021 waren Arbeiten von Stein in einer Soloschau in der virtuellen Galerie Priska Pasquer zu sehen. Die Ausstellung „Something True“ mit Werken der Künstlerin im Schau Fenster ‒ Raum für Kunst, Berlin, im August 2020 untersuchte wiederum Fragen rund um Wahrheit und Vertrauen.

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