Thomas Ruff

Flower.s_10

, 2020
  • Material
    FineArtPrint Premium Plus Hahnemühle Photo Rag 308 g
  • Auflage
    100
  • Maße
    Papiermaß: 60 x 70 cm
    Motivmaß: 40 x 50 cm
    Auflage 100 + 10 e.a.
    verso signiert, datiert und nummeriert
  • Details zum Rahmen
    Handgefertigter Nussbaum-Holzrahmen mit Passepartout. Außenmaße ca. 73,2 x 63,2 cm. Inkl. Museumsglas und rückseitiger Aufhängung
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Über die Edition

Ein Blumenfotogramm von Lou Landauer aus den 1920er Jahren war der Ausgangspunkt für die „flower.s“-Serie von Thomas Ruff. Das „s“ im Titel steht für „Solarisation“, eine spezielle Methode in der Fotografie, bei der helle und dunkle Bereiche im Bild umgekehrt werden. Was in der analogen Fotografie in der Dunkelkammer passierte, imitiert Ruff digital mit gezielt eingesetzten Filtern – und wird so seinem Ruf als Erfinder unter den Fotokünstler*innen wieder einmal auf beeindruckende Weise gerecht. Wie auch in der Edition „flower.s_10“ nachzuvollziehen, fotografiert der Becher-Schüler Blüten und Blumen aus dem eigenen Garten mit seiner Digitalkamera und überlagert dann Positiv- und Negativ-Effekte am Computer. Anders als im Analogen behält er so die Kontrolle bis ins letzte Detail. Der Untergrund jedoch weist Spuren des Zufälligen auf: Bei den Aufnahmen hat Ruff gealtertes Papier mit Stockflecken und Lichträndern unterlegt. So bergen die Bilder der „flower.s“-Serie zweierlei: den Geist von Herbarien vergangener Jahrhunderte und die digitalen Möglichkeiten unserer aktuellen Zeit. Das Resultat ist eine ganz eigene, zeitlos betörende Ästhetik.

Über den Künstler

Begonnen hat Thomas Ruff in der Fotoklasse des berühmten Künstler*innenpaares Hilla und Bernd Becher an der Düsseldorfer Kunstakademie. Von Anfang an ging er mit einer Bildidee, mit einem Konzept an die Fotografie heran, die bei ihm stets in Serien entsteht. Von den frühen Interieurs typisch deutscher Wohnräume und großformatigen Porträts seiner Kommiliton*innen gelangte er zu immer neuen Auseinandersetzungen mit seinem künstlerischen Medium. Er arbeitete mit Nachtsichtkamera, Teleskopaufnahmen oder Pornobildern aus dem Netz. Das analoge Fotografieren hat der Künstler längst aufgegeben.

Ruff gehört zu den bekanntesten Fotokünstler*innen seiner Generation. Seine Arbeiten haben den Weg in zahlreiche wichtige Museumskollektionen weltweit gefunden, darunter das Art Institute in Chicago, das österreichische Essl Museum, der Hamburger Bahnhof ‒ Museum für Gegenwart ‒ Berlin, das Metropolitan Museum of Art und das Solomon R. Guggenheim Museum in New York sowie das Stedelijk Museum voor Actuele Kunst (S.M.A.K.) in Gent. Seit dem Jahr 2000 wird Ruff u.a. von der New Yorker Galerie David Zwirner vertreten.

Ausstellungen (Auswahl)

2020/21 gab es eine umfassende Retrospektive mit Werken von Thomas Ruff im K20 ‒ Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf. Die Galerie David Zwirner wiederum präsentierte 2021 Arbeiten aus der 2019 begonnenen „tableaux chinois“-Serie in Paris. Im selben Jahr richtete das National Taiwan Museum of Fine Arts in Taichung mit „Thomas Ruff: after.images – Works 1989‒2020“ eine große Soloschau aus.

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